Rosenior-Transfer entfacht Straßburger Fan-Wut: "Demütigung für Racing"

Straßburg-Fans im Block.
Straßburg-Fans im Block.Mark Runnacles / Shutterstock Editorial / Profimedia

Der Wechsel von Trainer Liam Rosenior von Racing Straßburg zum englischen Topklub FC Chelsea hat die Debatte um das sogenannte Multi-Club-Ownership-Modell im Profifußball befeuert. Fans des französischen Erstligisten protestierten am Dienstag, Hintergrund ist die gemeinsame Eigentümerstruktur beider Vereine. Das US-Konsortium BlueCo hält die Mehrheit bei Chelsea und Straßburg.

"Der Transfer von Liam Rosenior ist ein weiterer demütigender Schritt in der Unterwerfung des Racing unter Chelsea", schrieb der Fanverband von Racing Straßburg in einer Erklärung.

Ein Sprecher der wichtigsten Ultra-Gruppe des Klubs, die an der Spitze der Proteste steht, betonte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP: "Wir erkennen, dass die Verantwortlichen von Straßburg keine Stimme mehr haben. Und generell fordern wir die Institutionen auf, dieses Modell zu stoppen, das den Fußball in Frankreich zerstört."

15 Transfers in 2,5 Jahren

Seit 2023 wechselten 15 Spieler zwischen Straßburg und den Blues hin und her. Im selben Jahr war Straßburg von der BlueCo Group um den US-Unternehmer Todd Boehly übernommen worden, Boehly ist seit Mai 2022 auch Mitbesitzer des FC Chelsea. Rosenior wurde am Dienstag als Nachfolger von Enzo Maresca bei den Blues vorgestellt.

Multi-Club-Ownership ist ein Modell, bei dem derselbe Besitzer Anteile oder die Kontrolle über mehrere Klubs besitzt. Prominente Beispiele sind die City Football Group mit Manchester City an der Spitze oder Red Bull mit RB Leipzig als größtem Klub. Kritiker warnen vor Interessenskonflikten und einer Gefährdung der sportlichen Integrität.