Gewinner: Paulo Fonseca
Worte reichen kaum noch aus, um die Arbeit von Paulo Fonseca bei Lyon zu beschreiben – deshalb greifen die Fans des französischen Traditionsklubs zu Gesten, um dem portugiesischen Trainer ihre Wertschätzung zu zeigen.
Nach einem turbulenten Sommer, in dem der Klub durch den Ligaverband zwischenzeitlich zum Absteiger erklärt wurde, sammelte sich Lyon in Rekordzeit – und Trainer Fonseca blieb das Herzstück des Projekts.

Nach 13 Siegen in Folge in allen Wettbewerben – zuletzt gegen Nizza (2:0) – steht Lyon nun auf einem Champions-League-Qualifikationsplatz. Die Fans bedankten sich ihrem Coach, der von den anspruchsvollen Anhängern dieses Traditionsklubs mit Applaus zu Tränen gerührt wurde.
Verlierer: Atletico Madrid
Atletico Madrid zeigt erneut, dass sie nach Pokalspielen oft Probleme haben und in LaLiga ins Straucheln geraten. Die Mannschaft von Diego Simeone holte aus den letzten drei Ligaspielen nur einen Punkt und musste am Wochenende eine deutliche 0:3-Niederlage gegen den kleinen Nachbarn Rayo Vallecano hinnehmen. Damit liegt Atleti bereits 15 Punkte hinter Spitzenreiter Real Madrid.
Nach den Kantersiegen gegen Betis und Barcelona in der Copa del Rey hat man die Liga offenbar aus den Augen verloren – und Oblaks Kritik nach dem Spiel hätte deutlicher kaum ausfallen können. Platz fünf ist inzwischen nur noch vier Punkte entfernt.
Gewinner: Julian Ryerson
In Deutschland jagt Dortmund weiterhin Tabellenführer Bayern München und feierte an diesem Spieltag einen klaren 4:0-Sieg gegen Mainz, womit der Rückstand bei sechs Punkten bleibt. Der Norweger Julian Ryerson war für den Erfolg von Nico Kovacs Team entscheidend – er war an allen vier Toren am Freitagabend direkt beteiligt.
Der Außenverteidiger setzt seine starke Saison fort und bereitete alle vier Dortmunder Treffer vor. Somit reichte es für eine 9,4 in der Flashscore-Bewertung und die Berufung für unsere Elf der Woche.

Verlierer: Pierre Kalulu
Es gibt Momente, die Meisterschaften entscheiden – und leider können auch Schiedsrichter dabei eine entscheidende Rolle spielen. Im Zeitalter von VAR und detaillierten Überprüfungen verdient Pierre Kalulus Platzverweis in der 42. Minute bei Inter gegen Juventus einen genaueren Blick.
Der französische Nationalspieler sah bei unentschiedenem Spielstand seine zweite Gelbe Karte – nach einer Schwalbe von Alessandro Bastoni, der es feierte, Schiedsrichter Federico La Penna getäuscht und so den Platzverweis seines Positionsrivalen provoziert zu haben. Inter gewann am Ende noch 3:2 und führt die Serie A nun komfortabler denn je an.
Gewinner: The New Saints
Die historische Dominanz der New Saints in Wales hält an: Nach dem 2:0-Sieg am Freitag gegen Colwyn Bay steht der 13. Titel in den letzten 15 Saisons kurz bevor.
Mit diesem souveränen Erfolg ist der walisische Klub das erste europäische Team, das sich bereits vor Beginn der Champions-League-Playoffs 2025/26 für die europäischen Wettbewerbe der kommenden Saison qualifiziert hat.

Trotz dieser frühen Qualifikation ist es unwahrscheinlich, dass TNS diesen Erfolg auf europäischer Bühne fortsetzen kann. Bislang gelang es dem Klub nie, die Hauptrunden der Champions League oder Europa League zu erreichen.
Verlierer: PSG
Wenn alles seinen gewohnten Lauf nimmt, wird PSG erneut französischer Meister, doch das Team von Luis Enrique ist längst nicht so stabil wie in der Vorsaison und leistet sich in der Ligue 1 immer wieder Ausrutscher. Gegen ein kriselndes Rennes mit Interimstrainer kassierten die Pariser bereits ihre dritte Liganiederlage und rutschten auf Platz zwei ab.
Lob gebührt Lens, das sich keinen Ausrutscher erlaubte und die Gunst der Stunde nutzte, um mit einem deutlichen 5:0-Auswärtssieg bei Paris FC die Tabellenführung in der Ligue 1 zurückzuerobern.

Gewinner: Die Scottish Premiership
Zum Abschluss gibt es noch eine positive Nachricht: Die Saison 2025/26 in der Scottish Premiership verspricht spannender zu werden als erwartet.
Die Hearts führen trotz einer 2:4-Niederlage gegen die Rangers die Tabelle weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung an. Die Glasgower haben sich nach einem katastrophalen Saisonstart gefangen und sahen, wie der portugiesische Stürmer Chermiti mit einem Hattrick glänzte und damit die Bemühungen seines Landsmanns Claudio Braga zunichte machte.
Von der Seitenlinie aus musste Celtic beinahe einen Rückschlag hinnehmen und war kurz davor, Punkte liegen zu lassen, mit denen sie auf ihre beiden Titelrivalen hätten aufholen können.
Zur Pause lag Celtic auswärts bei Kilmarnock mit 0:2 zurück, doch Julian Araujo erzielte in der 97. Minute den Siegtreffer, sodass Martin O'Neills Team mit einem Spiel weniger nur drei Punkte Rückstand auf die Spitze hat. Endlich mal wieder echte Dramatik!

