Nach Treffen mit Infantino: Brasilien kündigt Bewerbung für die Klub-WM 2029 an

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht nach dem Treffen mit Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva mit Journalisten.
FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht nach dem Treffen mit Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva mit Journalisten.Reuters / Mateus Bonomi

Brasilien will sich offiziell um die Austragung der Klub-Weltmeisterschaft 2029 bewerben. Das bestätigte Samir Xaud, Präsident des brasilianischen Fußballverbands, am Montag nach einem Treffen zwischen Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva und FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Das hochrangige Treffen fand im Planalto-Palast in Brasília statt. Neben Lula und Infantino nahmen auch Sportminister André Fufuca sowie Nationaltrainer Carlo Ancelotti daran teil.

"Wir sind überzeugt, dass Brasilien die Voraussetzungen hat, ein Turnier dieser Größenordnung auszurichten. Dafür sind allerdings zahlreiche Gespräche und Anpassungen notwendig. Dennoch wird Brasilien seine Bewerbung für 2029 einreichen", erklärte Xaud gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Agência Brasil.

Brasilien bereits mit Fußball-Großereignis 2027

Das offizielle Bewerbungsverfahren für die Klub-WM 2029 hat die FIFA bislang noch nicht eröffnet. Die erste Ausgabe des neu erweiterten Turnierformats fand im vergangenen Jahr in den USA statt, wo sich der FC Chelsea den Titel sicherte. Als mögliche weitere Bewerber gelten unter anderem Spanien, Marokko und Katar.

Unabhängig davon werden Spanien und Marokko gemeinsam mit Portugal die Weltmeisterschaft 2030 ausrichten. Die Vergabe der Klub-WM erfolgt jedoch losgelöst von der WM-Ausrichtung – ein Bruch mit früheren Gepflogenheiten, als Wettbewerbe wie der Confederations Cup häufig als Generalprobe für eine Weltmeisterschaft dienten.

Infantinos Besuch in Brasilien stand zudem im Zeichen der Frauen-Weltmeisterschaft 2027, die erstmals in dem südamerikanischen Land ausgetragen wird. Am Sonntag stellte die FIFA das offizielle Branding des Turniers vor, bei dem zwischen Juni und Juli 32 Nationalteams antreten werden.