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Europa-League-Playoffs: Posen und Jagiellonia verschaffen sich Vorteile im Hinspiel

Lech Posen feierte den höchsten Europapokal-Sieg der Vereinsgeschichte.
Lech Posen feierte den höchsten Europapokal-Sieg der Vereinsgeschichte.ČTK / imago sportfotodienst / IMAGO

In den 12 Hinspielen der UEFA Europa League Play-offs am Donnerstag stellten mehrere Klubs bereits frühzeitig die Weichen für die Ligaphase. Allen voran die polnischen Vertreter feierten fulminante Siege.

Sowohl der amtierende Ekstraklasa-Meister Lech Posen als auch Jagiellonia Białystok feierten überzeugende Erfolge. Posen kannte gegen den FC Thun keine Gnade und feierte einen entfesselten 7:0-Kantersieg. Patrik Walemark eröffnete das Schützenfest bereits nach zehn Minuten. Mit einem furiosen Dreierpack innerhalb von nur elf Minuten sorgte "Kolejorz" noch vor dem Seitenwechsel für die endgültige Entscheidung.

Unmittelbar vor der Pause fiel sogar noch der fünfte Treffer, ehe die Polen in Durchgang zwei zwei weitere Tore nachlegten. Thun fand über die gesamte Spieldauer keine Antwort auf die gnadenlose Effizienz des Gegners.

Für Lech Posen – das zuletzt 2020/21 in der Europa-League-Gruppenphase stand – bedeutet das 7:0 den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte in einem UEFA-Wettbewerb. Auf der Gegenseite kassierte Thun die bislang bitterste Pleite seiner Europapokal-Historie in einem K.-o.-Duell.

Nicht minder souverän präsentierte sich Jagiellonia Białystok: Ein ungefährdeter 4:0-Heimsieg gegen Iberia 1999 stößt das Tor zur ersten UEL-Gruppenphase der Vereinsgeschichte weit auf. Je zwei Treffer pro Halbzeit schraubten das Ergebnis in die Höhe – auch wenn die mutigen Georgier mit 18 Torschüssen gut dagegenhielten und ihnen ein Treffer wegen eines vorherigen Foulspiels aberkannt wurde.

Jagiellonia unterstreicht damit seine starke Entwicklung und steht zum dritten Mal in Folge in einer europäischen Hauptrunde, nachdem der Klub 2024/25 bereits bis ins Viertelfinale der Conference League vorgedrungen war.

Gute Ausgangslage für Belgier und Türken

Bereits am Nachmittag legte der RSC Anderlecht vor: Die Belgier nutzten eine frühe Rote Karte gegen Alexandr Shirobokov (gefährliches Spiel) eiskalt aus und gewannen bei Kairat Almaty souverän mit 3:0.

Deutlich spannender machte es Sint-Truiden: Erst in allerletzter Sekunde erlöste Shogo Taniguchi die Belgier und köpfte zum knappen 1:0-Endstand gegen Omonia Nikosia ein. Dem Klub aus Limburg fehlen damit nur noch 90 Minuten, um als zehnter belgischer Verein in die Europa-League-Gruppenphase einzuziehen.

Gemischte Gefühle gab es beim türkischen Duo: Während Beşiktaş beim 3:0 gegen Kauno Žalgiris nichts anbrennen ließ und mit einem Bein in der Ligaphase steht, patzte Trabzonspor. Die Türken unterlagen beim europapokalerfahrenen Ferencváros Budapest mit 0:1Kristoffer Zachariassen erzielte den goldenen Treffer für die Ungarn.

Benfica souverän, Spätzünder in Schweden

Nur in zwei Partien trafen beide Mannschaften. In Lissabon setzte sich Benfica mit 3:1 gegen AGF Aarhus durch. Rafa Silva stellte bereits nach knapp zwei Minuten auf 1:0, ehe Leandro Barreiro nach einer halben Stunde nachlegte. Die Dänen – die ohnehin erstmals in einer UEFA-Gruppenphase vertreten sein werden – verkürzten zwar kurzzeitig, kassierten jedoch noch vor dem Pausenpfiff den 1:3-Endstand.

Auch In den übrigen Partien ging es zur Sache:

Craiova vs. Ararat-Armenia (1:1): Die rumänischen Gastgeber dominierten das Spiel, mussten jedoch einem Rückstand hinterherlaufen und gerieten im Kampf ums Weiterkommen unter Zugzwang.

Egnatia vs. Lillestrøm (0:0): In Albanien trennten sich beide Teams mit einem torlosen Remis.

Roter Stern Belgrad vs. Viktoria Pilsen (3:0): Der frühere UEFA-Cup-Finalist feierte dank eines Doppelpacks von Mirko Ivanić einen klaren Heimsieg.

OFI Kreta vs. CSKA Sofia (3:0): Der griechische Pokalsieger sicherte sich mit einer starken Leistung seinen ersten internationalen Sieg seit dem Jahr 2000.

Mjällby vs. RB Salzburg (1:0): Ein Eigentor in der Nachspielzeit bescherte Salzburg einen späten Auswärtssieg in Schweden. Alle Infos zur Partie

Entscheidungen am kommenden Donnerstag

Alle zwölf Rückspiele steigen am kommenden Donnerstag, ehe am Freitag die Auslosung der neuen Ligaphase stattfindet. Die unterlegenen Teams wechseln direkt in die UEFA Conference League, deren Gruppenphase ebenfalls am Freitag ausgelost wird.