Meister vor dem Frühling? Wie früh PSV den 27. Eredivisie-Titel holen könnte

Die PSV Eindhoven könnte historisch früh Meister in der Eredivisie werden.
Die PSV Eindhoven könnte historisch früh Meister in der Eredivisie werden.Marcel van Dorst / NurPhoto via AFP

Nach dem nächsten überzeugenden Auftritt in der niederländischen Eredivisie thront PSV Eindhoven mit satten 17 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Damit drängt sich eine Frage geradezu auf: Wie früh kann der Spitzenreiter den Titel endgültig sichern?

Eine furiose Anfangsphase legte den Grundstein für den jüngsten Erfolg. Bereits nach 20 Minuten führte PSV im Spitzenspiel gegen Feyenoord mit 3:0. Das Team von Peter Bosz verwaltete diesen komfortablen Vorsprung souverän gegen den ärgsten Verfolger und baute den Abstand an der Spitze weiter aus – und das bereits am 1. Februar.

Zwar hat NEC noch ein Nachholspiel am 11. Februar gegen den FC Utrecht und könnte den Rückstand auf 15 Punkte verkürzen, doch nach dem 20. Spieltag zeigt sich an der Spitze der Eredivisie ein klares Bild.

Die Situation an der Spitze der Eredivisie
Die Situation an der Spitze der EredivisieFlashscore

Angesichts der Formschwäche von Feyenoord und der anhaltenden Probleme von Ajax scheint PSV schon jetzt kaum noch einzuholen zu sein. Dennoch stellt sich die Frage, wann der Klub aus Eindhoven die Meisterschaft rechnerisch perfekt machen könnte.

Auf Rekordkurs

Sollte PSV den Vorsprung von 17 Punkten halten, wäre der frühestmögliche Titelgewinn am 11. April möglich – ausgerechnet auswärts bei Sparta Rotterdam am 30. Spieltag. Ein Ort mit Symbolkraft: Bereits im Vorjahr machte PSV dort den Titel klar, ehe die Meisterschaft der Saison 2023/24 zuhause gegen Sparta endgültig gefeiert wurde.

Ein Triumph gegen Sparta wäre allerdings noch kein neuer Rekord. Das früheste Meisterdatum der Eredivisie-Geschichte stammt aus dem Jahr 1978, als PSV am 8. April zum siebten Mal den Titel gewann.

Für einen neuen Rekord müsste der aktuelle Vorsprung Bestand haben und PSV am 29. Spieltag, am 4. April, das Heimspiel gegen den FC Utrecht gewinnen.

PSV und Trainer Peter Bosz haben in den letzten zwei Jahren die Meisterschaft gefeiert.
PSV und Trainer Peter Bosz haben in den letzten zwei Jahren die Meisterschaft gefeiert.ČTK / imago sportfotodienst / Joris Verwijst

Den bisherigen Bestwert hält AZ Alkmaar: In der Saison 1980/81 sicherte sich AZ bereits am 28. Spieltag die Meisterschaft. Um sogar schon am 27. Spieltag – am 14. März gegen NEC Nijmegen – alles klarzumachen, müsste PSV den Vorsprung auf 22 Punkte ausbauen.

Konkurrenz chancenlos?

Nach der aktuellen Formkurve scheint kein Team aus den Top vier ernsthaft mithalten zu können. PSV gewann neun der letzten zehn Ligaspiele, erzielte dabei 29 Tore und kassierte lediglich neun Gegentreffer.

NEC ist gemessen an den verlorenen Punkten faktisch der erste Verfolger und holte in den vergangenen zehn Spielen starke 23 Zähler. Ajax bleibt mit 18 Punkten aus diesem Zeitraum deutlich zurück, während Feyenoord trotz Platz zwei nur auf elf Punkte kommt.

Spielplan spricht für PSV

Auch ein Blick auf den verbleibenden Spielplan stärkt die Favoritenrolle der Eindhovener. Gegen Feyenoord sind bereits beide Saisonduelle gewonnen, und das wohl schwierigste Auswärtsspiel bei Ajax steht erst am 31. Spieltag an. Das direkte Duell mit NEC am 14. März in Eindhoven könnte letztlich sogar schon die Entscheidung bringen.

Der Spielplan der PSV
Der Spielplan der PSVFlashscore

Feyenoord hingegen muss noch mehrere schwere Aufgaben meistern: das Heimspiel gegen Ajax am 22. März sowie das Auswärtsspiel bei NEC in Nijmegen am 12. April.

Ajax bekommt es bereits am 8. Februar mit AZ zu tun, einem traditionell unangenehmen Gegner. Weitere Hürden folgen mit den Partien gegen NEC (21. Februar), bei Groningen (7. März) und im Klassiker bei Feyenoord am 22. März.