"Holstein Kiel hat nichts zu verlieren, die Historie im Pokal hat gezeigt, dass wir mit größtmöglichem Respekt an die Partie herangehen müssen", sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor dem Viertelfinale am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) in Kiel.
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Ohnehin habe der Pokal "eigene Gesetze", ergänzte Hoeneß und erinnerte seine Mannschaft daran, dass Kiel in dieser Saison schon "zweimal einen Bundesligisten rausgeworfen hat und mit der Underdog-Rolle sehr gut zurechtkommt. Das Spiel wird uns alles abverlangen. Es wird sehr anspruchsvoll werden."
Eisige Verhältnisse in Kiel
In der zweiten Runde hatten die Störche 1:0 beim VfL Wolfsburg gewonnen. Im Achtelfinale schaltete Kiel den Nordrivalen Hamburger SV 4:2 i.E (1:1 n.V.) in dessen Stadion aus. Gegen die Bayern hatte sich der Zweitligist auch im Elfmeterschießen (6:5 i.E./2:2 n.V.) durchgesetzt - und das im Schneegestöber.
Ähnlich eisige Verhältnisse sind auch für Mittwochabend angekündigt mit gefühlten Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Hoeneß sprach von "anspruchsvollen Bedingungen, sehr windig, sehr kalt, auch der Platz ist nicht der beste". Dies seien "alles Komponenten, auf die wir hingewiesen haben. Aber wir wollen trotz aller Widrigkeiten in die nächste Runde", betonte er. Zumal die Schwaben erneut das Finale in Berlin fest im Visier haben: "Wir haben das letztes Jahr erlebt und wissen um den Reiz."
"Gar nichts" spricht für Kiel
Doch Holstein will die VfB-Reisepläne durchkreuzen. "Wir freuen uns auf ein besonderes Spiel, eine große Herausforderung. Wir werden alles raushauen", versprach Trainer Marcel Rapp.
Was denn für sein Team spreche? "Wenn man es nüchtern betrachtet, gar nichts, weil wir gegen einen sehr guten Gegner spielen", sagte Rapp. Aber man habe gegen Wolfsburg oder Hamburg gesehen, "dass in einem Spiel alles passieren kann". Oder eben auch an jenem 13. Januar 2021.
