Erster Halbfinalist: Leverkusen schlägt St. Pauli – Sorgen um Jones

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Fernandez (l.) und Andrich (r.) jubeln nach dem 2: mit Torschütze Schick (m.).
Fernandez (l.) und Andrich (r.) jubeln nach dem 2: mit Torschütze Schick (m.).REUTERS/Thilo Schmuelgen

Bayer Leverkusen hat als erstes Team den Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals gefeiert. Die Mannschaft von Cheftrainer Kasper Hjulmand besiegte Nordklub FC St. Pauli in einem engen Spiel mit 3:0 (1:0).

Martin Terrier (31.) brachte Leverkusen nach rund einer halben Stunde in Führung. Nach dem Seitenwechsel sorgten Patrik Schick (63.) und Jonas Hofmann (90.+2) für die Entscheidung. Sorgen muss sich St. Pauli derweil um seinen Dauersprinter Ricky-Jade Jones machen. Der erst zur Pause eingewechselte Stürmer verletzte sich kurz vor Spielende ohne Fremdeinwirkung am linken Knöchel.

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"Leverkusen macht die Bälle eiskalt rein nach Ballgewinn oder wenn wir ungeordnet standen, das hat uns gefehlt", sagte St. Paulis Louis Oppie im ZDF: "Leider zieht sich das bei uns durch die letzten Spiele. Wenn wir das besser machen, kann es schnell wieder in die andere Richtung gehen."

Statistiken: Leverkusen vs. St. Pauli
Statistiken: Leverkusen vs. St. PauliFlashscore

Welche Bedeutung der Pokal für Leverkusen besitzt, stellte der Trainer klar. Seine Kinder fragten immer: "Was hast du gewonnen? Es ist wichtig, etwas zu gewinnen - und hier gibt es eine Möglichkeit", sagte Bayer-Coach Kasper Hjulmand, der Weltmeister Exequiel Palacios erstmals nach langer Verletzungspause von Beginn an aufs Feld schickte.

Voll-Aussetzer bleibt unbestraft

Dass Schick die erste Riesenchance leichtfertig vergab, dürfte dem ambitionierten Hjulmand nicht gefallen haben. St. Paulis Ben Voll, der Stammtorhüter Nikola Vasilj ersetzte, hatte sich einen fatalen Fehlpass im eigenen Strafraum geleistet, doch Schick traf freistehend aus kurzer Distanz nur Karol Mets auf der Linie (16.).

Spielernoten: Bayer Leverkusen
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"Ärgern" und "pieksen" – so lautete die Marschroute von Präsident Oke Göttlich für die Kiezkicker. Das gelang den forschen Hamburgern zunächst, vor allem, weil es Bayer an Tempo und Schärfe mangelte. Hjulmand kurbelte mit ausschweifenden Armbewegungen immer wieder an – meist vergeblich. Als St. Pauli aber einmal nicht konsequent klärte, sorgte Terrier mit einem platzierten Volleyschuss ins Eck für die Führung der Gastgeber.

Die Hamburger, die nur eines der vergangenen 17 Ligaspiele gewannen, in der selben Zeit aber Hoffenheim und Mönchengladbach im Pokal besiegten, sahen das Duell als "willkommene Ablenkung" zum Abstiegskampf, wie Trainer Alexander Blessin betonte. Die Chance auf den Ausgleich, den sich St. Pauli durchaus verdient gehabt hätte, vergab Martijn Kaars (40.).

Hofmann erst an den Pfosten, dann ins Tor

Der Bundesliga-17. setzte dem Champions-League-Teilnehmer auch in der zweiten Halbzeit mit einem disziplinierten Auftritt zu. Bayer, das sich im Halbfinale der Vorsaison beim damaligen Drittligisten Bielefeld blamiert hatte, tat sich schwer, erhöhte aber zu einem optimalen Zeitpunkt: Am Ende einer der wenigen gefährlichen Offensivaktionen schob Schick nach einer präzisen Flanke überlegt ein.

Spielernoten: FC St. Pauli
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Joker Hofmann traf aus der Distanz den Pfosten (75.), den harmlosen Gästen fehlten in der Offensive die Mittel. Nach einem Konter besorgte Hofmann mit dem erst dritten Leverkusener Abschluss der zweiten Hälfte den Endstand.