Eine Statistik zu jedem Team in den Achtelfinal-Rückspielen der Conference League

Rayo Vallecano feiert mit seinen Fans den Einzug ins  Viertelfinale der Conference League.
Rayo Vallecano feiert mit seinen Fans den Einzug ins Viertelfinale der Conference League.REUTERS/Jon Nazca

Am Donnerstagabend endete das Achtelfinale der UEFA Conference League mit spannenden Partien quer durch Europa. Nun stehen die Viertelfinalisten fest – hier gibt es zu jedem Klub eine interessante Statistik nach den Rückspielen.

2 – Die Europapokalsaison von Rakow Czestochowa ist beendet, nachdem sie zum zweiten Mal in Folge mit 1:2 gegen Fiorentina verloren haben. Die Polen lagen zu Hause in Führung, kassierten aber 22 Minuten vor Schluss den Ausgleich und mussten fortan dem Rückstand hinterherlaufen. Am Ende besiegelte Marin Pongracic mit dem letzten Schuss des Spiels das Ausscheiden. Es war erst das zweite Mal im Europapokal, dass Rakow zu Hause traf, aber nicht gewinnen konnte.

3 – Fiorentina ist mittlerweile Stammgast in den späten Runden der Conference League: La Viola steht zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale. In jeder der ersten vier Austragungen des Wettbewerbs hat es mindestens ein italienisches Team bis ins Halbfinale geschafft – ein Ziel, das auch Paolo Vanoli und seine Mannschaft erneut anstreben. Bemerkenswert: Die Italiener haben zum erst dritten Mal beide Spiele einer K.-o.-Runde in der UECL gewonnen – die anderen beiden Male liegen drei Jahre zurück.

20 – Ebenfalls im Viertelfinale steht Mainz, das die beste Europapokalsaison der Vereinsgeschichte spielt. Die Deutschen setzten sich gegen Sigma Olmütz mit 2:0 im Heimspiel durch, was nach dem torlosen Unentschieden in Tschechien auch das Gesamtergebnis war. Stefan Posch und Armindo Sieb erzielten die Tore, während die Gäste die Partie mit zehn Mann beendeten. Mainz blieb damit in dieser Europapokalsaison bereits zum fünften Mal ohne Gegentor – das gelang zuletzt vor 20 Jahren im UEFA Cup.

10 – Für Sigma ist das europäische Abenteuer beendet – und was für eine Reise es war. Von dem fast feststehenden Aus in der Ligaphase bis ins Achtelfinale haben die Tschechen alles erlebt. Nun ist Schluss – und das ausgerechnet mit der ersten Niederlage gegen ein deutsches Team im Europapokal. Jetzt gilt es, sich über die heimische Liga erneut für Europa zu qualifizieren. Auswärts lief es zuletzt nicht gut: In den letzten zehn Auswärtsspielen im Europapokal kassierte Sigma immer mindestens ein Gegentor.

28AEK Athen ist eines von drei Teams, das trotz Niederlage am Abend ins Viertelfinale einzog. Die Griechen wurden von einem kämpferischen Celje gefordert, verloren zwar mit 0:2 zu Hause, setzten sich aber insgesamt mit 4:2 durch. Damit ist AEK der dritte Klub aus Griechenland, der das UECL-Viertelfinale erreicht. Das letzte griechische Team, dem das gelang, schaffte es bis ins Finale – ein Ziel, das auch AEK anpeilt. Das letzte Viertelfinale in Europa erreichte AEK vor 28 Jahren im Europapokal der Pokalsieger.

5 – Für Celje ist diesmal eine Runde früher Schluss als in der vergangenen Saison, als sie mit einigen Überraschungen ins Viertelfinale einzogen. Dennoch können die Slowenen erhobenen Hauptes zurückblicken – mit einer starken Leistung und einem Sieg. Historisch gesehen war Celje auswärts selten erfolgreich, doch in der Saison 2025/26 feierten sie am Donnerstag bereits ihren fünften Auswärtssieg im Europapokal.

4 – AEK Larnaka, das in der Ligaphase nur ein Gegentor kassierte, konnte die Überraschungen gegen Crystal Palace nicht fortsetzen. Die Zyprer retteten sich zu Hause in die Verlängerung, unterlagen dort aber mit 1:2 gegen die favorisierten Engländer. Es ist das zweite Mal, dass ihre UECL-Reise an dieser Stelle endet – auch West Ham war vor drei Jahren im Achtelfinale Endstation. Larnaca konnte keines seiner vier Spiele auf dieser Stufe eines UEFA-Wettbewerbs gewinnen (0-1-3).

29 – Palace musste für diesen Sieg hart arbeiten, denn das Spiel fand größtenteils in Larnacas Abwehrdrittel statt. Am Ende sorgte Ismaila Sarr mit seinem Treffer in der neunten Minute der Verlängerung für die Entscheidung zugunsten der Londoner, die bei ihrem Debüt im Europapokal direkt ins Viertelfinale einziehen. Der Sieg war verdient – nicht zuletzt, weil Palace in den 120 Minuten satte 29 Torschüsse abgab.

Shakhtar und Rayo retten sich weiter

11 – Wie schon zu Beginn des Jahrtausends steht Rayo Vallecano wieder in einem europäischen Viertelfinale. Zwar gab es am Abend eine Niederlage, denn Samsunspor gewann mit 1:0 in Madrid. Doch Los Franjirrojos setzten sich insgesamt mit 3:2 durch. Rayo wiederholt damit das UEFA-Cup-Ergebnis aus der Saison 2000/01, als Deportivo Alaves im Viertelfinale Endstation war. Ein Vierteljahrhundert später ist Rayo zurück. Es war die erste Heimniederlage im Europapokal – im elften Heimspiel.

6 – Für Samsunspor endet eine starke erste Europapokalsaison der Vereinsgeschichte. Die Türken stiegen im August in der Europa-League-Qualifikation ein und schafften es bis ins Achtelfinale der Conference League. In der Liga kämpfen sie um die erneute Qualifikation für Europa, um im nächsten Sommer einen weiteren Anlauf zu nehmen. Kirmizi Simsekler feierten beim Sieg das sechste Spiel ohne Gegentor.

7 – Einer der letzten verbliebenen Klubs mit einem Europapokaltitel, Shakhtar Donetsk, hat sich gegen Lech Poznan durchgesetzt. Die Ukrainer verloren zwar mit 1:2 in Krakau, zogen aber mit insgesamt 4:3 weiter. Für Shakhtar ist es die sechste Teilnahme an einem europäischen Viertelfinale – sechs Jahre nach dem letzten Mal. Es war allerdings bereits die zweite Niederlage gegen ein polnisches Team, wobei die Ukrainer in diesen Partien insgesamt sieben Gegentore kassierten.

15 – Lech Poznan war nah dran, zum zweiten Mal das UECL-Viertelfinale zu erreichen, doch ein drittes Tor, das die Verlängerung gebracht hätte, wollte nicht fallen. Kolejorz muss den Rest des Turniers von zu Hause aus verfolgen und sich fragen, was möglich gewesen wäre. Einsatz und Wille waren da: Lech gab insgesamt 15 Torschüsse ab – fünf mehr als der Gegner.

16 – Von Sparta Prag wurde im Duell mit AZ Alkmaar eigentlich mehr erwartet. Doch die Tschechen enttäuschten und verloren zu Hause mit 0:4 gegen die Niederländer. Damit war das Aus besiegelt – das Gesamtergebnis lautete 1:6. Enttäuschung bei Rudi und den Fans, denn die Chance war da. Es war das dritte Mal, dass Sparta gegen ein niederländisches Team torlos blieb – zuletzt gab es das vor 16 Jahren.

18 – AZ bleibt gegen tschechische Teams weiter ungeschlagen – in zehn Partien gab es noch keine Niederlage. Der sechste Sieg dieser Art bringt Alkmaar zurück ins Viertelfinale, drei Jahre nach dem letzten Mal. Die Mannschaft könnte in dieser Saison sogar zwei Titel holen, denn auch im KNVB-Beker-Finale steht AZ. In den Duellen mit tschechischen Teams erzielte Alkmaar insgesamt 18 Tore.

9 – Die Sieger der Ligaphase, Strasbourg, stehen ebenfalls in der nächsten Runde – auch wenn das Duell mit Rijeka deutlich enger war als erwartet. Le Racing kam zu Hause nicht über ein 1:1 hinaus, setzte sich aber insgesamt mit 3:2 durch. Es war zwar kein Glanzstück der Franzosen, aber sie sind weiter dabei und haben gute Chancen auf den ganz großen Wurf. Strasbourg ist in dieser Europapokalsaison weiterhin ungeschlagen und trifft nun auf Mainz 05.

1 – Rijeka hat in dieser Saison die beste Europapokalsaison der Vereinsgeschichte gespielt, doch nun ist Schluss. Die Kroaten können stolz auf ihren Auftritt auf internationaler Bühne sein und haben sich als schwer zu besiegende Mannschaft präsentiert. Dennoch scheiden sie erneut gegen ein französisches Team aus. In sechs Spielen gegen Ligue-1-Klubs gelang Rijeka kein Sieg – immerhin blieb man im Auswärtsspiel erstmals ungeschlagen.

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