Eigentlich hat der Innenverteidiger längst bewiesen, wozu er fähig ist. Doch bei einem europäischen Topklub wie PSG gilt es, sich ständig neu zu behaupten. Pacho weiß, dass Stillstand keine Option ist und dass er auch in den kommenden Jahren auf höchstem Niveau liefern muss.
Nach seiner ersten Saison in Paris, die direkt mit dem Triumph in der Champions League gekrönt wurde, rückte der Ecuadorianer verstärkt ins Rampenlicht. Seine konstant starken Leistungen haben ihn zu einem festen Bestandteil der Mannschaft gemacht und bringen zugleich große Verantwortung mit sich. Zum Ende der Ligaphase und zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte präsentiert sich Pacho weiterhin in ausgezeichneter Form.
Auch wenn nicht jedes Spiel fehlerfrei verläuft, hat er sich insgesamt zur defensiven Schlüsselfigur entwickelt. Unter Luis Enrique hat Pacho die technische Führung in der Innenverteidigung übernommen und überzeugt wie schon in der Vorsaison mit Stabilität, Spielintelligenz und Präsenz. Er setzt sowohl defensiv als auch offensiv Akzente und ist für gegnerische Angreifer ein äußerst unangenehmer Gegenspieler.
Ein Eigentor im französischen Supercup stellte zwar einen Rückschlag dar, doch Pacho reagierte umgehend mit einer entscheidenden Aktion, die den Ausgleich einleitete und letztlich den Titel sicherte. Ein Beleg für seine mentale Stärke.
Pacho als Führungsspieler?
Im Coupe de France gegen den Paris FC erlebte PSG zwar eine herbe Enttäuschung, und auch Pacho konnte an diesem Abend nicht glänzen. Selbst sein positionsbedingter Wechsel auf die linke Abwehrseite brachte keine Wende. Mit etwas Abstand dürfte diese Partie jedoch kaum ins Gewicht fallen. In der Champions League stand Pacho bislang jede Minute auf dem Platz und zeigte dort durchweg konstante Leistungen.
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Luis Enrique unterstrich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel die Bedeutung dieser Phase der Saison: "Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase. Verletzte Spieler kehren zurück, das ist der beste Moment der Saison. Wir müssen gut vorbereitet und aufmerksam sein. Die Champions League ist jetzt besonders wichtig. Das Spiel am Dienstag in einem außergewöhnlichen Stadion gegen eine schwer zu bespielende Mannschaft wie Sporting wird eng und schwierig, vielleicht vergleichbar mit dem Spiel in Bilbao."
Innerhalb der Mannschaft genießt Willian Pacho weiterhin hohes Ansehen. Der 24-Jährige, der als ruhig und eher zurückhaltend gilt, hat sich seit seinem Wechsel von Eintracht Frankfurt vor rund anderthalb Jahren nahtlos in den Kader integriert. Seine Anpassung verlief reibungslos, und seine Leistungen haben Mitspieler wie Trainer gleichermaßen überzeugt.
Als spanischsprachiger Spieler pflegt er enge Beziehungen zu wichtigen Akteuren in der Kabine und ist inzwischen ein unverzichtbarer Baustein im System von Luis Enrique. Seine Bedeutung für den sportlichen Erfolg des Klubs wächst stetig.
Ex-Frankfurter auch offensiv ein Faktor
Obwohl wir uns erst Mitte Januar befinden und die entscheidenden Aufgaben noch bevorstehen, spricht vieles dafür, dass Pacho seinen positiven Trend fortsetzt. Das nächste große Ziel ist die Qualifikation für die K.-o.-Phase der Champions League – ein Sieg in Lissabon könnte dafür bereits den entscheidenden Schritt bedeuten.
Nach sechs Partien bleibt lediglich die knappe Niederlage gegen Bayern München Anfang November ein kleiner Makel. Diese hatte jedoch keine nachhaltigen Auswirkungen und gehört zum Entwicklungsprozess auf dem Weg zum großen Ziel: dem zweiten europäischen Titel in Folge. Dass Pacho in diesem Wettbewerb bereits zweimal getroffen hat, zeigt zudem seine Fortschritte im Offensivspiel.
