Von Breitner über Kroos bis Alaba: Wer für die Bayern und Real spielte

Arjen Robben (l.) und Toni Kroos haben sowohl für Real Madrid als auch den FC Bayern gespielt.
Arjen Robben (l.) und Toni Kroos haben sowohl für Real Madrid als auch den FC Bayern gespielt.CURTO DE LA TORRE / AFP

Paul Breitner machte den Anfang, mittlerweile haben neun Spieler das Trikot des FC Bayern und von Real Madrid getragen. Zwei Trainer haben beide Mannschaften betreut. Eine Übersicht:

PAUL BREITNER

Breitner spielte von 1970 bis 1974 bei den Bayern, wechselte nach dem Gewinn der WM für eine Ablöse von 3 Millionen Mark (1,5 Millionen Euro) zu Real (1974 bis 1977), verdiente dort angeblich 350.000 Mark pro Jahr - und wurde vom Verteidiger zum Mittelfeldspieler neben Günter Netzer umgeschult. Kehrte über den Umweg Eintracht Braunschweig wieder nach München zurück (1978 bis 1983).

ZÉ ROBERTO

Unter Trainer Jupp Heynckes spielte der Brasilianer eine halbe Saison für Real (Juli bis Dezember 1997), für die Bayern von 2002 bis 2006 und von 2007 bis 2009.

Robben wird in München zum Helden

ARJEN ROBBEN

Vom FC Chelsea wechselte der Niederländer 2007 nach Madrid, zwei Jahre später griff der FC Bayern dann im "Sommer-Schlussverkauf" für 25 Millionen Euro zu. Robben spielte bis 2019 in München, im Champions-League-"Finale dahoam" verschoss er in der Verlängerung einen Elfmeter, im Endspiel 2013 erzielte er gegen den BVB den Siegtreffer.

HAMIT ALTINTOP

Kam 2007 von Schalke 04 zum FC Bayern, wechselte 2011 ablösefrei zu Real - zog von dort nach einer Saison weiter zu Galatasaray (und anschließend im Januar 2017 zu Darmstadt 98).

TONI KROOS

Kam 2006 zum FC Bayern (U19), wurde von Januar 2009 bis Sommer 2010 an Bayer Leverkusen ausgeliehen, kehrte eher widerwillig zurück. Im Sommer 2014 Verkauf an Real (25 Millionen Euro Ablöse), weil sich die Münchner und Kroos nicht über das Gehalt ab 2015 einigen konnten. Kroos gewann mit Real fünf Mal die Champions League.

XABI ALONSO

Spielte von 2009 bis 2014 bei Real, als er danach wechseln wollte, schlug der FC Bayern für den Schnäppchenpreis von 9 Millionen Euro zu. In München beendete Alonso 2017 seine Karriere als Spieler. Als Trainer von Bayer Leverkusen düpierte er die Münchner in der Saison 2023/24 mehrfach. Ein Wiedersehen gibt es diesmal nicht - Alonso wurde im Januar in Madrid entlassen.

James überzeugt leihweise bei Bayern

JAMES RODRÍGUEZ

Als Torschützenkönig der WM 2014 (6 Treffer) wechselte James für eine Ablöse von 80 Millionen Euro von der AS Monaco zu Real, noch vor seinem Vertragsende (2020) ging er 2017 auf Leihbasis nach München, wo er bis zum Saisonende 2019 spielte. Eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro aktivierten die Münchner nicht.

ÁLVARO ODRIOZOLA

Der Rechtsverteidiger stand von 2018 bis 2023 bei Real unter Vertrag - im Januar 2020 wurde er an den FC Bayern ausgeliehen. Gehörte damit während der Coronazeit zum Kader beim Gewinn des Triples. Bestritt als "dritter Mann" hinter Benjamin Pavard und Joshua Kimmich aber nur 5 Pflichtspiele.

DAVID ALABA

Kam schon 2008 von Austria Wien nach München, spielte zunächst in der zweiten Mannschaft der Bayern, gehörte dann ab 2010 - abgesehen von einer kurzen Leihe nach Hoffenheim 2011 - zum Stammpersonal bei den Profis. Ging 2021 ablösefrei zu Real, gewann dort wie bei den Bayern bislang zweimal die Champions League.

JUPP HEYNCKES (Trainer)

Durfte Real nur eine Saison lang trainieren (1997/98) - obwohl er den Klub von einem Trauma erlöste: 1998 gewannen die Königlichen nach einer Durststrecke von 32 Jahren zum siebten Mal den Landesmeister-Pokal. Bei den Bayern war er gleich mehrfach als Trainer engagiert (1987 bis Oktober 1991, April bis Juni 2009, 2011 bis 2013 und Oktober 2017 bis Juni 2018). Unvergessen der Gewinn des Triples 2013.

CARLO ANCELOTTI (Trainer)

Nur 14 Monate, von Juli 2016 bis September 2017 hielten es die Münchner mit dem Italiener aus. Ehe er zu den Bayern ging, war er ein Jahr arbeitslos. Zuvor hatte er in seiner ersten Phase als Trainer von Real (2013 bis 2015) die Bayern aus der Champions League geworfen (2014), während seiner zweite Phase (2021 bis 2025) gelang ihm das gleich nochmal (2024).