Statistisch betrachtet spielt Khvicha Kvaratskhelia sogar eine stärkere Champions-League-Saison als noch 2025, obwohl der Gesamteindruck weniger konstant wirkt. Bereits in der vergangenen Spielzeit war er einer der Schlüsselspieler beim Triumph von Paris Saint‑Germain in der Königsklasse. Im Finale gegen Inter Mailand erzielte er nicht nur ein Tor, sondern bearbeitete auch unermüdlich die linke Flanke: Er sprintete über den gesamten Flügel, setzte Gegner früh unter Druck, schloss Passwege und unterstützte die Vorstöße von Nuno Mendes.
Das fehlende Puzzlestück
Sein Wechsel im Januar 2025 vom damaligen Verein SSC Napoli nach Paris erwies sich als entscheidender Moment für PSG. Trainer Luis Enrique sah in ihm das fehlende Puzzlestück für seine Mannschaft – eine Einschätzung, die sich besonders auf internationaler Bühne bestätigte.
In der aktuellen Saison läuft es jedoch für den Flügelspieler – wie für das gesamte Team – nicht ganz so rund. Wird Kvaratskhelia auf der rechten Seite eingesetzt, kann er weniger effektiv auf seinen starken rechten Fuß ziehen, um selbst abzuschließen. Trotzdem bleibt "Kvara" gerade in europäischen Spielen eine zentrale Figur.
Kvaratskhelia: Der Mann für die Europa-Nächte
In der Champions League stand er in dieser Spielzeit in neun Partien auf dem Platz, achtmal davon in der Startelf. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: sieben Torbeteiligungen mit vier Treffern und drei Assists. Besonders wichtig war sein Tor gegen Monaco (2:2) im Rückspiel der Play-offs, als sich PSG gegen den Gegner aus dem Fürstentum lange schwertat.

Paradoxerweise wirkt seine Gesamtleistung dennoch weniger konstant als vor einem Jahr. In der Liga steht er derzeit bei vier Toren und drei Vorlagen – exakt der gleichen Bilanz wie in der vergangenen Saison, allerdings nach sieben zusätzlichen Spielen. Im Jahr 2026 traf er bislang nur einmal, als er im Spiel gegen Olympique de Marseille nach Einwechslung erfolgreich war. Dieser Treffer liegt bereits mehr als einen Monat zurück.
In 22 Ligaspielen stand Kvaratskhelia 13-mal in der Startelf und wurde achtmal ausgewechselt – ein Hinweis darauf, dass seine Rolle im nationalen Wettbewerb weniger entscheidend ist.
PSG will Revanche
Vor dem Achtelfinale gegen den FC Chelsea – ein Duell, das nach dem verlorenen Finale der FIFA Klub‑Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer zusätzlich Brisanz verspricht – wartet nun das erste große Highlight der Saison auf den Titelverteidiger.
Zum Match-Center: PSG vs. Chelsea
Spiele wie diese scheinen Kvaratskhelia besonders zu beflügeln. Ist auf den quirligen Georgier auch am Mittwochabend wieder Verlass?
