Dabei hatte es diese Woche wahrlich in sich. Von Bodö in Norwegen "hinter dem Polarkreis" ging es kurz zurück nach Dortmund, dann sofort weiter nach Berlin und nun nach Aserbaidschan. Immerhin warten dort angenehmere Temperaturen als zuletzt, aber am Dienstag (18.45 Uhr/DAZN) eben auch das nächste intensive Duell bei Sabah FK. Der Underdog sei "mit Sicherheit auch eine defensiv sehr starke Mannschaft mit Selbstbewusstsein", wie Ricken betonte: "In der Liga stehen sie auf dem ersten Platz, auch in der Champions League haben sie jüngst gewonnen."
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Der BVB hingegen ist nach der Niederlage in Norwegen und dem 0:0 bei Union Berlin zumindest leicht angeschlagen, dazu kommt der neuerliche Ausfall von Konstantinos Karetsas. Der Grieche, der mit seiner unbekümmerten Art die teils uninspirierte Offensive der Dortmunder mitgerissen hatte, reiste gar nicht erst mit nach Aserbaidschan. Wegen einer Bänderverletzung verpasst er die kommenden zwei Spiele - und womöglich auch den Bundesligakracher bei Bayern München am 31. Oktober.
Dortmunds Offensive ist gefordert
Doch auch das Verletzungspech dürfe keine Ausrede sein, mahnte Ricken, immerhin habe der BVB "genug Erfahrung und Qualität". Der Fokus müsse auf dem Hier und Jetzt liegen. Es sollte "unser Anspruch sein, mit einem Sieg zurückzukommen", sagte er: "Ja, natürlich hat man da einen gewissen Druck, aber ich glaube, wir sollten das jetzt eher als Antrieb, als Privileg nehmen, weil es einfach auch Ausdruck unseres Anspruchs ist. Wir haben sicher hohe Ziele, wir spielen jetzt in der Champions League."

Um diese Ziele zu erreichen, muss sich Dortmund vor allem offensiv wieder steigern. In den vergangenen beiden Spielen blieb der BVB ohne Treffer, und, fast schlimmer: Er erspielte sich gegen zwar motivierte, aber im Vergleich zu Dortmund limitierte Gegner, nur sehr wenig Torchancen. Gegen einfache Mittel wie Zweikampfhärte und viel Einsatz fand Dortmund kaum Antworten.
Nach einem insgesamt sehr guten Saisonstart ist der BVB aus dem Tritt gekommen. Daran hat auch die lange Länderspielpause, die Trainer Niko Kovac als "total inakzeptabel" bezeichnet hatte, ihren Anteil. Doch "das sollten wir nicht zum Thema machen", sagte Sportdirektor Ole Book. Die vorerst letzte Etappe der XXL-Reise durch Europa in Baku sei "mit Sicherheit eine Willensgeschichte", betonte er: "Wir haben eine große Gelegenheit und Einladung, als Mannschaft besser zu werden. Die wollen wir dringend annehmen."
