Die Bayern ersparen sich die kräfteraubenden Play-offs und haben das Rückspiel-Heimrecht bis in ein mögliches Viertelfinale sicher. Zum Abschluss der Ligaphase bei der PSV Eindhoven am Mittwoch können sie Platz zwei und damit das Rückspiel-Heimrecht auch fürs Halbfinale klar machen.
Eberl sprach von einem "ehrenwerten Ziel", der stets hungrige Harry Kane von einem "großen Anreiz" und ergänzte: "Ich halte es für wichtig. Aber man muss die anderen Mannschaften trotzdem schlagen."

Kostenlose Schnitzel-Lieferungen
Sein verpasstes Elfmeter-Jubiläum fachte den Hunger von Schnitzel-Fan Harry Kane nur noch mehr an. "Es ist lecker", sagte der Torgarant des FC Bayern über sein neues Leibgericht und schmunzelte. Dabei war ihm beim vorzeitigen Achtelfinal-Einzug des FC Bayern in der Champions League wegen seines seltenen Fehlschusses vom Punkt eine Extra-Portion durch die Lappen gegangen.
Mit seinen Saisontoren Nummer sechs und sieben in der Königsklasse hatte Kane beim 2:0 (0:0) gegen Union Saint-Gilloise nicht nur einen Platz in den Top 4 gesichert, sondern auch die nächste Essenslieferung.
Doch weil er danach einen Handelfmeter verschoss, wird das nächste Schnitzel-Päckchen, das er nach Toren von einem Gasthof nahe seines Wohnorts Baierbrunn im Landkreis München erhält, etwas schmaler ausfallen.
"Danke dafür", sagte Kane und grinste, als er auf seinen verschmerzbaren Lattenkracher angesprochen wurde, mit dem er seinen 100. Elfer-Treffer im 112. Versuch verpasst hatte. "Es ist enttäuschend, zu verschießen", gab Kane zu, "aber es bereitet mir kein Kopfzerbrechen. Ich werde daraus lernen, das gehört zum Spiel dazu, deshalb übe ich ja."
"Eine wirklich schöne Geschichte"
Auch für mehr Schnitzel. Das panierte Kalbsfleisch, meinte Kane, sei sein "deutsches oder bayerisches Lieblingsessen, auch wenn manche Leute sagen, es sei österreichisch". Wer all die Gerichte – immer abwechselnd mit den Beilagen Röstkartoffeln oder Kartoffelsalat – esse? "Ich, meine Familie oder die Leute, die ich im Haus habe", meinte Kane: "Das ist eine wirklich schöne Geschichte."
Sie trage dazu bei, "die Leute in der Gegend kennenzulernen". Allerdings, meinte er, habe der Wirt, der die Lieferungen aus eigenem Antrieb anbietet, wohl "nicht erwartet, dass ich so viele Tore schießen würde". Auch wenn mal ein Fehlschuss dabei ist.
"Ich glaube, ich muss ihn aufbauen", sagte Sportvorstand Max Eberl und ergänzte schmunzelnd: "Spaß natürlich." Kane ärgere sich zwar "sehr darüber", aber auch der sonst so sichere Engländer dürfe "mal verschießen. Wir sind froh, dass wir Harry haben, weil er der Flaschenöffner ist. Auf ihn können wir uns verlassen."
