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Inverser Linksverteidiger gegen inversen Yamal: Wie stoppt man den Barca-Star?

Warren Zaïre-Emery könnte es am heutigen Abend mit Lamine Yamal zu tun bekommen.
Warren Zaïre-Emery könnte es am heutigen Abend mit Lamine Yamal zu tun bekommen.RYAN PIERSE / GETTY IMAGES VIA AFP

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nuno Mendes im Spiel gegen Straßburg sucht Paris Saint-Germains Trainer Luis Enrique händeringend nach einer Lösung, um im anstehenden Champions-League-Kracher (Dienstag 21 Uhr/DAZN und Flashscore-Audiokonferenz) Lamine Yamal einzudämmen. Eine Option: Rechtsfuß Warren Zaïre-Emery könnte überraschend auf der linken Abwehrseite auflaufen.

Das vierte Duell zwischen Lamine Yamal und Nuno Mendes muss vorerst warten. Ihre bisherige Bilanz versprach Spannung: Nach dem Nations-League-Finale im Juni 2025 folgte die Champions-League-Partie im Montjuïc (1:2). Dort knabberte Yamal noch an den Folgen einer Schambeinverletzung und konnte nur 45 Minuten spielen.

Im WM-Achtelfinale schließlich musste der Oberschenkel des Portugiesen noch vor der 60. Minute dem ständigen Druck des Flügelstürmers nachgeben. Das vierte Aufeinandertreffen im Parc des Princes fällt nun wegen Mendes’ Verletzung aus.

Paris Saint-Germain steht damit plötzlich ohne Ideallösung da. Zwar stehen Luis Enrique mit den drei "Lucas" – Digne, Hernandez und Beraldo – drei Linksfüßer zur Verfügung, wirklich sattelfest wirkt jedoch keiner von ihnen: Digne wurde im WM-Halbfinale überrannt, Hernandez fehlt das Tempo und Beraldo kommt primär im Mittelfeld zum Einsatz.

Eine Zange aus Zaïre-Emery und Fabián Ruiz?

Um den Barça-Star einzubremsen, der zuletzt gegen Betis mit einem Traumtor und einer Vorlage glänzte, könnte die Rettung ausgerechnet von einem Rechtsfuß kommen: Warren Zaïre-Emery. Der gelernte Mittelfeldspieler gilt als ultimatives Allzweckwerkzeug – er kann fast jede Position bekleiden und ruft dabei verlässlich Top-Leistungen ab. Als Linksverteidiger könnte er Yamal bei dessen Läufen nach innen effektiv stellen.

Zum Match-Center: Paris Saint-Germain vs. FC Barcelona

Ein weiteres Detail spielt PSG in die Karten: Auch Jules Koundé fällt aus, womit Yamal sein gewohnter Partner auf der rechten Seite fehlt. An seiner Stelle dürfte Xavi Espart beginnen, ein weiteres Juwel des Jahrgangs 2007, das sich diese Saison endgültig durchgesetzt hat.

Auf der Gegenseite agiert mit João Cancelo ein gelernter Rechtsverteidiger als Linksverteidiger – was eine spiegelbildliche Ausrichtung beider 4-3-3-Systeme bedeutet.

Neben Zaïre-Emery wird vor allem die Defensivarbeit des Mittelfelds entscheidend sein. Hier ist insbesondere Fabián Ruiz gefordert, der seinen spanischen Nationalmannschaftskollegen bestens kennt. Gegen Yamal wird PSG zwangsläufig auf Doppeldeckungen setzen müssen. Die größte Herausforderung: Es dürfen keine Räume entstehen – weder hinter Zaïre-Emery noch im Zentrum, wo Pedri mit seinen präzisen Laserpässen jedes Pressing aushebeln kann.

Diese Dauerdruckwelle wird die Konzentration der Pariser über 90 Minuten auf die Probe stellen – und genau darauf spekuliert Barcelona. In dieser Saison hat es noch kein Gegner geschafft, dieses Niveau über die volle Distanz zu halten. Für PSG wird die Partie zum ersten echten Gradmesser. Zaïre-Emerys Positionswechsel bringt zwar Risiken mit sich, bietet aber zugleich eine Bühne, die genau dem Ausnahmetalent des Youngsters entspricht.

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