"Grabesstille": Nationalspieler Rüdiger über die andere Seite von Real Madrid

Antonio Rüdiger im Einsatz für Real Madrid
Antonio Rüdiger im Einsatz für Real MadridReuters

Der deutsche Innenverteidiger erinnerte sich in einem Gespräch mit Luka Modrić und Jude Bellingham an seine Erfahrungen, die er 2022 im Bernabéu noch im Trikot des FC Chelsea sammelte. Fast zwei Jahre nach dem letzten Champions-League-Sieg hat Real Madrid die Dokumentation "Im Herzen der Decimoquinta" veröffentlicht. Der Film beleuchtet die entscheidenden Momente und den Teamgeist während dieses historischen Triumphs.

In einer Szene tauschen sich Antonio Rüdiger (31), Luka Modrić (38) und Jude Bellingham (20) aus. Dabei schildert der Deutsche seine Gefühle nach dem dramatischen Viertelfinal-Aus mit Chelsea – obwohl sie im Rückspiel drei Tore erzielt hatten.

"Im Rückspiel 2022 dachte ich, das Stadiondach bricht über uns zusammen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, im Bernabéu drei Tore zu schießen und trotzdem auszuscheiden?", fragt der Verteidiger noch immer fassungslos.

Rüdiger hat "Real-Madrid-Gen" verinnerlicht

Daraufhin erklärte Modrić seinem jungen Nachfolger Bellingham, wie angeschlagen die Madrilenen damals personell waren: "Ferland Mendy war auf dem Platz, dann kam Marcelo und verletzte sich nach zehn Minuten. Stell dir vor, du spielst die gesamte Verlängerung verletzt. Dazu Lucas Vázquez und Carvajal als Innenverteidiger...", erinnerte er sich.

Rüdiger hakte ein und betonte, wie schwer es als Gast in der Königsklasse ist, im Bernabéu die Nerven zu behalten: "Wir konnten das nicht ausnutzen, weil wir völlig unter Schock standen", gestand er. Auf Bellinghams Frage nach der Stimmung in der Chelsea-Kabine antwortete er: "Da herrschte Grabesstille, niemand hat ein Wort gesagt."

"Ein Jahr später habe ich das ‚Real-Madrid-Gen‘ dann endlich selbst verstanden", resümierte „El Loco“ abschließend.