Als Zauberfuß Jamal Musiala und Kollegen zum nächtlichen Bankett eintrafen, brach Vorstandschef Jan-Christian Dreesen mit einer selbst auferlegten Regel.
"Eigentlich sollte ich keine einzelnen Spieler erwähnen. Ich werde das jetzt trotzdem machen", sagte der Boss des FC Bayern nach dem 2:1 (0:0) bei der PSV Eindhoven und forderte für Musiala einen "besonderen" Applaus ein. "Für dich, Jamal, hat mich das heute wirklich gefreut", sagte er: "Nach deiner langen Verletzung das 1:0 heute, das erste Mal in der Startelf. Wir freuen uns alle für dich."
Match-Center: Eindhoven vs. Bayern
Musiala selbstkritisch
Tatsächlich hatte Musiala großen Anteil daran, dass sich die Münchner die bestmögliche Ausgangslage für die K.o.-Runde der Champions League erarbeitet hatten. 207 Tage nach seiner schweren Verletzung traf der 22-Jährige zur Führung (58.).
"Wunderschönes Tor aus spitzem Winkel, er hat seine Qualitäten gezeigt, war herausragend. Ich ziehe den Hut vor ihm", sagte Stürmerstar Harry Kane, der den schmeichelhaften Sieg höchstpersönlich gesichert hatte (84.).
Musiala selbst fühlte sich "eigentlich echt gut" auf dem Platz. Der Beginn der zweiten Halbzeit sei eine Ausnahme gewesen. "Da habe ich kurz vergessen, Fußball zu spielen", wie er bei DAZN erklärte: "Da muss ich sauberer mit dem Ball sein, aber das kommt. Ich komme gut rein. Wenn ich auf dem Platz bin, will ich den Fokus haben, zu liefern." Er wolle nun "fit und gesund" bleiben, um sich "bereit zu machen für die wichtigen Spiele, die jetzt kommen".

