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VAR, Vorteile, Verletzungen: Das sind die neuen Regeln für Bundesliga und 2. Liga

Für die neue Saison gibt es neue Regeln für Bundesliga und 2. Liga
Für die neue Saison gibt es neue Regeln für Bundesliga und 2. LigaFoto von FABIO DEINERT / GETTY IMAGES EUROPE / GETTY IMAGES VIA AFP

WM-Fans werden sich erinnern: Die neuen Regeln in Bezug auf Zeitspiel und persönliche Strafen sorgten während des Turniers im Sommer für eine Menge Diskussionen. Die meisten finden nun auch in der 2. Liga (Saisonstart am Freitag) und in der Bundesliga Anwendung.

COUNTDOWNS BEI ABSTÖSSEN UND EINWÜRFEN

Zur Vermeidung von Zeitspiel können Schiedsrichter bei Abstößen und Einwürfen künftig Fünf-Sekunden-Countdowns verwenden. Bei Überschreitung wird aus dem Abstoß eine Ecke für das gegnerische Team - und das Einwurfrecht wechselt.

ZEITLIMIT FÜR AUSWECHSLUNGEN

Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Nettospielzeit: Spieler, die ausgewechselt werden, müssen innerhalb von zehn Sekunden den Platz verlassen. Halten sie sich nicht daran, darf der einzuwechselnde Spieler den Platz erst bei der ersten Spielunterbrechung nach Ablauf einer Minute betreten.

Spieler müssen ab sofort mehr auf Zeitspiel achten
Spieler müssen ab sofort mehr auf Zeitspiel achtenFoto von CHRISTIAN CHARISIUS / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

ZWANGSPAUSE BEI VERLETZUNGSUNTERBRECHUNGEN

Spieler, die auf dem Platz behandelt werden oder eine verletzungsbedingte Unterbrechung der Partie verursachen, müssen das Feld verlassen und nach Wiederanpfiff eine Minute lang draußen warten. Eine Ausnahme bildet der Torwart.

VAR-EINGRIFF BEI GELB-ROTEN KARTEN

Bei der WM im Fall Embolo heiß diskutiert, aber trotzdem in den deutschen Ligen übernommen: ein mögliches Eingreifen des Video-Assistenten bei ungerechtfertigten Gelb-Roten Karten. Zum einen, wenn die zweite Gelbe Karte eindeutig falsch war, zum anderen im Fall von Spielerverwechslungen.

VORTEILSAUSLEGUNG

Wenn sich der Schiedsrichter dazu entscheidet, das Spiel aufgrund eines Vorteils weiterlaufen zu lassen und daraus ein Tor entsteht, fallen Bestrafungen zur Vereitelung dieses Tores weg. Zudem kann die Vorteilsregelung ab der Saison 2026/27 auch bei einer nicht korrekten Spielfortsetzung angewandt werden, zum Beispiel wegen des Einwurforts oder eines ruhenden Balles.

MUND ZUHALTEN UND PLATZ VERLASSEN

Bei der WM kam die Regel zweimal zur Anwendung, in Deutschland wird sie abgewandelt: Sollte sich ein Spieler in der konfrontativen Kommunikation den Mund zuhalten und darin ein unsportliches Verhalten erkennbar sein, hat dies nicht automatisch eine Rote Karte zur Folge, der Spieler kann jedoch verwarnt werden. Dasselbe gilt für das Verlassen des Platzes aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung.

KEINE ÜBERPRÜFUNG VON GEGEBENEN STANDARDS

Die von der FIFA neu eingeführte Regelung, die Überprüfung und das eventuelle Revidieren von gegebenen Standardsituationen durch den VAR, wird nicht übernommen.