Wunderdinge, das stellte Dennis Schmitt klar, braucht von ihm keiner zu erwarten. "Wir können nicht zaubern", sagte der Übergangstrainer von Eintracht Frankfurt.
Jegliche Illusion, die zahlreichen Probleme würden sich nach der Trennung von Dino Toppmöller magisch in Luft auflösen, erstickte Schmitt im Keim: "Ich kann allen hoch und heilig versprechen, dass wir alles, was wir können, in die Waagschale werfen."

Ob das reicht, damit der angeschlagene Fußball-Bundesligist am Samstag (15:30 Uhr) gegen die formstarke TSG Hoffenheim den nächsten Rückschlag verhindert, ist zweifelhaft. In allen vier Spielen dieses Jahres ließ die Eintracht-Defensive drei Gegentore zu.
Match-Center: Frankfurt vs. Hoffenheim
Defensive macht große Sorgen
"Wir kassieren immer wieder die gleichen Tore. Das ist Unvermögen", hatte der entnervte Sportvorstand Markus Krösche nach dem Aus in der Champions League gegen Qarabag Agdam (2:3) unter der Woche gepoltert. Der große Fortschritt war auch im so wegweisenden Spiel ausgeblieben.

Dass sich die Fehler "in erschreckender Regelmäßigkeit" wiederholen, passt Krösche so gar nicht. Zumal der Macher der Eintracht mit der Trainersuche gerade ohnehin alle Hände voll zu tun hat.
Marco Rose ante portas?
Der Verein will bald einen Nachfolger für Toppmöller präsentieren. Gerüchte um ein Engagement von Marco Rose halten sich wacker. Als Fan von Wasserstandsmeldungen ist Krösche aber nicht bekannt.

Das gesuchte Profil ist klar definiert: Ein Liebhaber des Offensivfußballs, der die jungen Wilden der SGE entwickeln mag. Dafür werde er sich "die nötige Zeit lassen", hatte Krösche betont.
Kommt vielleicht sogar eine Beförderung der Interimslösung infrage? "So weit sollten wir heute gar nicht sein", hatte Krösche noch vor dem Spiel am Mittwoch erklärt. Übersetzung: Eher nein.
Mannschaft soll "nicht in Selbstmitleid verfallen"
Also erhalten gegen den Tabellendritten Hoffenheim U21-Coach Schmitt und Klubikone Alex Meier ihre zweite und vermutlich letzte Möglichkeit, ihren Herzensklub aus der Patsche zu helfen.
Schmitt appellierte, die Mannschaft dürfe "jetzt nicht in Selbstmitleid verfallen". Immerhin sind mit Platz sieben die anvisierten Europapokalränge trotz zuletzt vier Ligaspielen ohne Sieg absolut in Reichweite.
Die Spieler schieben die Trainersituation derweil von sich weg. "Wir nehmen es, wie es kommt", sagte Angreifer Ansgar Knauff. Es gibt ja auch genug andere Baustellen. In der Königsklasse waren kleine Schritte nach vorne erkennbar, es seien aber laut Knauff noch immer "die gleichen Baustellen. Daran arbeiten wir weiter und wollen am Wochenende wieder Punkte holen."
