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Sturm beendet Austrias Mini-Aufschwung, Salzburg patzt beim GAK

Oumar Diakite (r.) trifft doppelt.
Oumar Diakite (r.) trifft doppelt.ČTK / imago stock&people / Julian Sindric

Der SK Sturm holt nach der Länderspielpause dank eines 2:0-Auswärtssiegs beim FK Austria drei Punkte in Wien. Am Nachmittag patzt Red Bull Salzburg beim Grazer AK, während der SV Ried bei der WSG Tirol gewinnt.

Der FK Austria bleibt im Tabellenkeller: Nach vier Punkten aus zwei Spielen vor der Länderspielpause setzt es nach drei Wochen Liga-Pause eine 0:2-Heimniederlage gegen den SK Sturm.

Sturm Graz hätte bereits in der Anfangsphase in Führung gehen können. Nach einem hohen Zuspiel von Stankovic lief Seidl in der fünften Minute auf das Tor der Austria zu, scheiterte aber an Sahin-Radlinger. Die Wiener kamen ihrerseits zu guten Gelegenheiten: Eggestein schoss in der achten Minute knapp am langen Eck vorbei, wenig später brachte Handl einen Kopfball nach einem Eckball nicht präzise genug aufs Tor (13.).

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Sturm schockt Austria vor der Pause

In der 16. Minute schien die Austria erstmals erfolgreich zu sein. Saljic beförderte den Ball per Kopf ins Netz, hatte bei der Hereingabe allerdings im Abseits gestanden. Der Treffer zählte daher nicht. Anschließend gewann Sturm zunehmend die Oberhand und setzte die Wiener Defensive unter Druck. Diakite (32.), Stankovic (34.) und erneut Diakite (37.) ließen gute Möglichkeiten ungenutzt.

Kurz vor dem Pausenpfiff belohnten sich die Grazer schließlich doch noch. Weinhandl eroberte den Ball in der Nähe der Eckfahne von Saljic und spielte ihn sofort hoch an den zweiten Pfosten. Dort hatte Diakite viel Platz und köpfte aus kurzer Distanz zur Führung ein.

Nach dem Seitenwechsel blieb Sturm tonangebend. In der 52. Minute drang Diakite an Ranftl vorbei in den Strafraum ein und kam zu Fall. Schiedsrichter Walter Altmann wertete die Szene zunächst als Schwalbe und verwarnte den Grazer. Nach einem Hinweis des VAR sah sich der Unparteiische die Bilder jedoch noch einmal an und korrigierte seine Entscheidung. Statt Gelb gab es Elfmeter für Sturm. Diakite trat selbst an und verwandelte sicher zum 2:0 (55.).

Austria trotz Chancen glücklos

Die Austria fand danach etwas besser ins Spiel, entwickelte vor dem gegnerischen Tor aber weiterhin zu wenig Durchschlagskraft. Der eingewechselte Hettwer kam in der 69. Minute zu einer guten Gelegenheit, setzte den Ball mit einem Heber jedoch knapp über das Gehäuse. Auf der anderen Seite prüfte Seidl den Wiener Schlussmann kurz darauf gleich zweimal, doch Sahin-Radlinger verhinderte mit zwei starken Reaktionen einen weiteren Gegentreffer (71.).

In der 77. Minute geriet erneut eine Strafraumszene in den Mittelpunkt. Eggestein legte für Ranftl ab, der bei seinem Abschluss einen deutlichen Stoß in den Rücken erhielt und deshalb das Tor verfehlte. Die Austria-Spieler reklamierten lautstark einen Elfmeter, doch weder Altmann noch der VAR griffen ein.

Da den Wienern bis zum Abpfiff kein Treffer mehr gelang, blieb es beim 2:0 für Sturm Graz. Für die Austria bedeutet das die fünfte Niederlage im achte Spiel und Platz 10, was morgen sogar noch schlimmer werden könnte, sollte der Wolfsberger AC bei Tabellenschlusslicht SCR Altach gewinnen.

Red Bull Salzburg patzt beim GAK

Sturm macht damit zwei Punkte auf Konkurrent Red Bull Salzburg gut, die am Nachmittag beim Grazer AK nur 0:0 spielten. RB Salzburg hatte in der ersten Hälfte die besseren Chancen, ließ den GAK aber im Spiel. Nach einem Freistoß von Lindström musste Stankovic bereits in der siebten Minute eingreifen. Auf der Gegenseite scheiterte Sollbauer in der 28. Minute an Salzburg-Keeper Früchtl. Wenig später musste Sollbauer für seinen aus dem Tor geeilten Schlussmann retten, ehe Konate in der 38. Minute nur die Stange traf. Auch Oberleitner und Lichtenberger ließen vor der Pause gute Möglichkeiten für die Grazer aus.

Zum Match-Center: GAK vs. Red Bull

Nach dem Seitenwechsel übernahm der GAK zunehmend die Kontrolle und hatte gleich mehrfach Pech: Oberleitners Kopfball prallte in der 46. Minute vom Lattenkreuz ab, vier Minuten später traf Anderson nach einem Eckball ebenfalls die Querlatte. Auch Hofleitner verfehlte das Tor per Kopf nur knapp (58.), ehe Italiano in der 76. Minute mit einem Weitschuss zum dritten Mal für die Grazer am Aluminium scheiterte. Salzburg blieb bis auf eine Chance durch Diakite in der Schlussphase weitgehend harmlos und durfte sich angesichts der drei Aluminiumtreffer des GAK über das torlose Remis glücklich schätzen. Damit schließt Salzburg zwar auf den SK Rapid auf, der kann morgen mit einem Punktgewinn bei Meister LASK aber wieder davonziehen.

SV Ried siegt in Tirol

Im Parallelspiel feiert der SV Ried seinen ersten Auswärtssieg der Saison. Die WSG Tirol erwischte den besseren Start und prüfte Ried-Keeper Andi Leitner bereits in der fünften Minute durch Nikolai Baden Frederiksen. Drei Minuten später traf der Däne mit einem direkten Freistoß aus rund 30 Metern zur Führung (8.). Stefan Schwab glich aber für die Gäste in der 15. Minute per Foulelfmeter aus, nachdem Gugganig Evan Eghosa Aisowieren zu Fall gebracht hatte. Kurz vor der Pause drehte Philipp Pomer die Partie mit einem Heber über WSG-Torhüter Hamzic und brachte Ried in Führung (43.).

Zum Match-Center: WSG vs. Ried

Nach dem Seitenwechsel legten die Oberösterreicher beinahe nach: Aisowieren traf in der 50. Minute, sein Tor wurde wegen einer Abseitsstellung jedoch aberkannt. Die WSG erhöhte ab der 60. Minute den Druck und kam zu mehreren gefährlichen Abschlüssen, doch Leitner hielt den Rieder Sieg fest. So springt Ried auf Platz fünf, Tirol steht vorerst auf Platz acht.

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