Beim Showdown am Samstag (18.30 Uhr/Sky) kann der Rekordmeister eine Vorentscheidung im Kampf um den Titel schaffen, der BVB steht unter Druck. In Leipzig retteten ein Eigentor von RB-Stürmer Romulo (50.) und der eingewechselte Fabio Silva (90.+5) ganz spät das Dortmunder Remis, für die Gastgeber traf Christoph Baumgartner (20./39.). Vor dem Duell mit den Bayern ist Dortmund noch am Mittwoch im Rückspiel der Champions-League-Play-offs am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) bei Atalanta Bergamo gefordert.
Match-Center: RB Leipzig vs. Borussia Dortmund
"Es war in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel von uns, dafür haben wir es in der zweiten deutlich besser gemacht und waren dann auch näher dran, dieses Spiel noch zu gewinnen", sagte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl, der zum Meisterschaftsrennen einsilbig blieb ("wir gucken"), bei Sky.

"Das Spiel wird uns alles abverlangen", hatte BVB-Trainer Niko Kovac vor dem Auftritt in Leipzig gesagt. Im Vergleich zum 2:0-Sieg im Hinspiel gegen Bergamo am vergangenen Dienstag rückte lediglich Marcel Sabitzer für Julian Brandt in die Startelf. In Abwesenheit der verletzten Emre Can, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle verteidigte erneut der erst 18 Jahre alte Luca Reggiani von Beginn an.
Nach intensiven Anfangsminuten mit nickligen Zweikämpfen, in denen sich RB-Profi Brajan Gruda nach einem Zusammenprall an der Seitenlinie mit Kovac anlegte, spielten sich beide Teams früh beste Chancen heraus. Romulo (8.) prüfte BVB-Torwart Gregor Kobel aus kurzer Distanz, was die Gäste jedoch prompt mit einem Gegenstoß über Maximilian Beier konterten – der Nationalspieler scheiterte an Leipzigs Keeper Maarten Vandevoordt.
Unglücklicher Romulo startet BVB-Comeback
In der Folge erspielte sich Leipzig ein ganz klares Übergewicht, immer wieder brachen die Gastgeber über die Flügel durch – besonders über Reggianis rechte Seite. Auf diese Weise dribbelte sich Yan Diomande, der im ersten Durchgang kaum zu halten war, durch die Dortmunder Reihen und fand in der Mitte Baumgartner, der den Ball ins Netz spitzelte. Die Leipziger drückten nun enorm, während der BVB ihnen viel zu viel Raum gewährte.
Selbst schaffte der BVB kaum Entlastung, besonders Torjäger Serhou Guirassy fand im ersten Durchgang nicht statt. So war es nicht überraschend, dass RB nachlegte, da Dortmund auch die Löcher auf den Flanken nicht gestopft bekam. Baumgartner veredelte eine scharfe Hereingabe von Kapitän David Raum. Die beste Chance der Borussen seit der Anfangsphase ließ der Ex-Leipziger Sabitzer (43.) ungenutzt, als Vandevoordt seinen Freistoß über die Latte lenkte.
Nach der Pause brauchte es zunächst die Hilfe der Leipziger, damit Dortmund zurück ins Spiel fand. Romulo köpfte einen Eckball von Julian Ryerson unglücklich ins eigene Tor. Doch auch nach dem Anschlusstreffer blieb der BVB zu harmlos, Leipzig machte weiter das Spiel und kam zu guten Gelegenheiten. Antonio Nusa (67.) verzog zunächst, dann rettete Dortmunds Ramy Bensebaini auf der Linie gegen Ridle Baku (73.).
Dortmunds Schlussoffensive fehlte anschließend lange die Durchschlagskraft, ehe Silva nach einem Querpass von Karim Adeyemi tief in der Nachspielzeit zu seinem ersten Bundesligator einschob. Brandt vergab danach sogar noch die Riesenchance zum Sieg (90.+8).
