Laut Kampl sei sein Bruder Seki im Oktober nach einem Herzinfarkt gestorben. Der 35-Jährige entschied daraufhin, die Leipziger im Januar vorzeitig zu verlassen und seine Profikarriere zu beenden. Vor dem Heimspiel der Leipziger gegen Bayern München (1:5) am Samstag wurde Kampl verabschiedet, die Familie hat für den Routinier nun Vorrang.
Insgesamt acht Jahre in Leipzig gespielt
Er sei "jeden Tag am Grab meines Bruders", berichtete der Slowene, und er könne es "irgendwie noch nicht ganz realisieren. Manchmal denke ich immer noch, er kommt gleich um die Ecke." Sein Bruder sei "alles in einem" gewesen. "Mein Papa, mein bester Freund, mein Mentor, der mir den Weg gezeigt hat. Die letzten zehn Jahre haben wir alles zusammen gemacht. Wir haben uns irgendwie telepathisch verstanden." Zuletzt sei ein Trip zur WM im kommenden Sommer in die USA geplant gewesen: "Meine Jungs wollten unbedingt noch mal Cristiano Ronaldo spielen sehen."
Nach dem Bekanntwerden seiner Entscheidung erreichten Kampbl etliche Nachrichten. "Es kamen sehr viele, auch von vielen ehemaligen Trainern", berichtete er: "Julian Nagelsmann zum Beispiel hat mir auch noch mal geschrieben: Glückwunsch zu deiner großartigen Karriere."
Kampl war im Sommer 2017 von Bayer Leverkusen nach Leipzig gewechselt und hat 283 Pflichtspiele für den Klub absolviert. Mit RB gewann Kampl zweimal den DFB-Pokal (2022, 2023) und einmal den Supercup (2023), zudem erreichte er das Halbfinale der Champions League.
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