Rückkehr in den DFB-Kasten? Diskussionen um Manuel Neuer nerven Bayern-Legende

Neuer wird wohl nur noch für die Bayern auflaufen
Neuer wird wohl nur noch für die Bayern auflaufenČTK / imago sportfotodienst / Philippe Ruiz

Torwart-Legende Sepp Maier hält von den Diskussionen über eine Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gar nichts – trotz der aktuellen Verletzung von Marc-André ter Stegen. "Das Thema nervt ein bisschen. Immer wenn etwas passiert, wird sofort nach Manu gerufen. Das zeigt zwar, welchen Stellenwert er hatte und immer noch hat, aber es hilft der aktuellen Mannschaft und Entwicklung nicht weiter", sagte der Weltmeister von 1974 bei Sport1.

Er schließe ein Comeback des fast 40 Jahre alten Keepers vom FC Bayern im DFB-Tor "ganz klar" aus. "Hat man etwas vom Bundestrainer dazu gehört? Nein", so Sepp Maier, der fordert: "Hört auf, immer wieder über eine Rückkehr zu spekulieren!"

Man solle jetzt, so der 81-Jährige, "nach vorne schauen. Die Mannschaft braucht Ruhe, Vertrauen und Klarheit." Oliver Baumann sei gesetzt, "dahinter gibt es weitere gute Torhüter." Manuel Neuer bleibe "Weltklasse – aber eben nicht mehr im DFB-Tor. Damit sollte es auch gut sein."

Ter Stegens Ausfall "natürlich ein Verlust"

Die neuerliche Verletzung von Marc-André ter Stegen bezeichnete Maier als "bitter, keine Frage. Aber wir sind nicht hilflos." Deutschland habe "weiterhin gute Torhüter. Entscheidend ist, dass man jetzt geschlossen hinter der neuen Nummer eins steht und nicht wieder alte Baustellen aufmacht. Nur so kann man erfolgreich sein."

Ter Stegen laboriert an einer Muskelverletzung
Ter Stegen laboriert an einer MuskelverletzungDavid Borrat / EPA / Profimedia

Für ter Stegen tue es ihm "persönlich extrem leid, denn er hat lange auf diese Rolle hingearbeitet. Durch seinen Wechsel zum FC Girona schien er wieder regelmäßig an Spielpraxis zu kommen." Sein Fehlen sei "natürlich ein Verlust, weil ter Stegen über Jahre hinweg auf absolutem Weltklasse-Niveau gespielt hat. Aber man darf jetzt auch nicht so tun, als würde deswegen alles zusammenbrechen", sagte Maier.