Klatsche vor Länderspielen: Hoffenheim in Schieflage – Bangen um Champions League

Die TSG Hoffenheim hat in den letzten Wochen die Form verloren.
Die TSG Hoffenheim hat in den letzten Wochen die Form verloren.REUTERS/Heiko Becker

Oliver Baumann verabschiedete sich mit einem denkbar schlechten Gefühl in Richtung Nationalmannschaft. "Das darf so nicht passieren", sagte der Kapitän der TSG Hoffenheim nach dem 0:5-Debakel bei RB Leipzig. Mit jedem Gegentor geriet das Hoffenheimer Schiff stärker in Schieflage, auch der Torwart konnte den Untergang nicht verhindern – und will nun im DFB-Team wieder festen Boden finden.

Der Ausblick auf die Woche mit der Nationalmannschaft bringe ihm aber "jetzt gerade gar nichts", sagte Baumann gefrustet. "Es geht heute einfach nur darum, mit meinen Jungs dieses Spiel besser zu bestreiten und daraus zu lernen. Wir sind mit einer anderen Vorstellung und mit einem anderen Ziel hierhergekommen. Und was nächste Woche ist, ist nächste Woche." Nach nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Spielen stürzten die Hoffenheimer in der Fußball-Bundesliga erstmals seit dem 15. Spieltag aus den Champions-League-Plätzen.

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"Natürlich sind wir mit der Punktausbeute aus den letzten Spielen nicht zufrieden, aber die Leistungen waren durchaus in Ordnung", sagte TSG-Trainer Christian Ilzer. Es sei in den vergangenen Wochen oft so gewesen, "dass wir es nie geschafft haben, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen".

Hoffenheim: Ilzer will "Party-Crasher" bleiben

Durch die schwächelnden Hoffenheimer ist das Rennen um die begehrten Champions-League-Plätze völlig offen. Die Leipziger sind nicht nur nach Punkten gleichgezogen, sondern haben durch die fünf Tore von Brajan Gruda (17., 44.), Christoph Baumgartner (21., 30.) und Benjamin Henrichs (78.) auch ihre Tordifferenz deutlich aufgebessert und sind zumindest für zwei Nächte an Hoffenheim und dem VfB Stuttgart vorbeigezogen. Stuttgart könnte am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) mit einem Sieg beim FC Augsburg den dritten Platz jedoch zurückerobern.

Ilzer will dennoch "der Party-Crasher" in dieser "elitären Runde" bleiben. Jedoch sei man "davon heute meilenweit entfernt gewesen", räumte der Österreicher ein. "Wir müssen jetzt einfach sagen: Im nächsten Spiel geht es gemeinsam darum, alles zu tun, um Tore zu verhindern."

Bis die TSG am 4. April den FSV Mainz 05 empfängt, ist Baumann mit der Nationalmannschaft gefordert. Bis zu den Länderspielen in der Schweiz (27. März) und gegen Ghana (30. März) muss der 35-Jährige, bei der WM im Sommer aller Voraussicht nach die deutsche Nummer eins, den Frust abschütteln. "Die Nationalmannschaft tut immer gut, aber heute tut es erstmal so weh, dieses Spiel", sagte er.