Durch die erneute Ruptur des Kreuzbandes im rechten Knie sei das Gelenk "gerade etwas sensibler. Da muss man schauen, dass man Schritte etwas kleinteiliger macht. Beim ersten Mal konnte man mehr durchmarschieren", berichtete Oberdorf, die im Oktober operiert worden war.
Mentale Hürde ist kleiner
Nur 50 Tage dauerte das Comeback der Mittelfeldspielerin, ehe der Kampf um die Rückkehr wieder von vorne begann. Manches, so Oberdorf, laufe beim zweiten Mal sogar besser: "Mental fällt es mir leichter, die ersten Schritte wieder zu machen, verglichen zum ersten Kreuzbandriss. Über die erste Hürde zu springen, da habe ich jetzt keine Blockade mehr."
Erfolg bedeute derzeit für sie "gerade auch, das Leben neben der Reha zu genießen und nicht zu verkopft an das Ganze heranzugehen. Meine zweite Ruptur war ein Kontakt, da kann man einmal Pech haben."
Grundsätzlich möchte Oberdorf nicht übervorsichtig sein, auch nicht im Alltag. "Ich habe auch einen Hund", erklärte sie, "ich gehe durch den Wald spazieren, das ist alles kein Problem. Beim ersten Mal hätte ich mir da mehr Gedanken gemacht."
Natürlich sei die Reha "nicht immer leicht, weil ich ein Mensch bin, der sehen will, was er geschafft hat. Kilos am Beinstrecker erhöhen, das ist easy zu messen." Manchmal müsse man "aber verstehen, dass das Gelenk einfach noch Zeit braucht."
