Für Kwasniok steht der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund, und dafür muss er im letzten Saisondrittel endlich die Frage beantworten, "wie wir Said El Mala in das Gesamtkonstrukt einbauen können", wie der 44-Jährige im Interview mit RTL/ntv betonte. Denn die Qualitäten des Flügelstürmers sind unbestritten groß, der Einfluss aufs Spiel des FC aber nicht konstant genug.
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Als Tabellen-13. liegt Köln nur noch zwei Punkte vor dem Relegationsplatz, der Aufsteiger hat lediglich zwei Siege aus den vergangenen 15 Spielen geholt. El Mala, ohne jeden Zweifel der beste Spieler im Kölner Kader, rotiert zwischen Startelf und einer Rolle als Joker.
Um seinen Traum von einer Nominierung für die WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada zu erfüllen, braucht er mehr Spielzeit und vor allem Konstanz, das hat Nagelsmann jüngst im kicker-Interview nochmals verdeutlicht.
Kovac mit Kompliment an El Mala
Kwasniok kann darauf keine Rücksicht nehmen, er entscheidet situativ und vom Gegner abhängig. Am Samstag wird der BVB wohl vermehrt den Ball haben und seine Mannschaft mit Verteidigen und Umschalten beschäftigt da sein, da kann El Mala entscheidende Impulse setzen. Das weiß sogar der Gegner.
El Mala habe in diesen Bereichen "Fähigkeiten, die es in der Bundesliga nicht allzu oft gibt", sagte Dortmunds Trainer Niko Kovac bei Sky. Seine Mannschaft müsse Lösungen finden, um den schnellen und dribbelstarken Außenspieler zu stoppen.

Kwasniok gibt sich trotz des steigenden Drucks im Abstiegskampf gelassen. Das Team sei "zu gut, um am Ende das Ziel nicht zu erreichen", sagte der Trainer. Er spüre "diese Woche wieder im Training zu 100 Prozent, dass die Jungs daran glauben und diese Vision haben, tatsächlich diesen Samstagabendfluch zu brechen". Bereits zum siebten Mal ist der FC dann angesetzt, bislang gab es sechs Niederlagen.
El Mala wiederum hält sich mit öffentlichen Äußerungen zurück, er will lieber mit Leistung überzeugen. "Der Junge ist total gewillt, sich zu verbessern in ganz, ganz vielen Elementen", sagte Kwasniok: "Es wäre auch fatal, wenn er es nicht tun wollen würde, weil man mit 19 logischerweise nicht perfekt ist."
