Bundesliga Top XI – 4. Spieltag

Torhüter
Gregor Kobel (8.0)
Fünf Torhüter haben an diesem Wochenende die Null gehalten, doch für uns stach Dortmund Gregor Kobel am meisten hervor. Der Schweizer parierte alle fünf Schüsse auf sein Tor und vereitelte eine Großchance. Zudem ließ er Josha Vagnoman im Eins gegen Eins gar nicht erst zum Schuss kommen.

Abwehr
Jonathan Tah (8.3)
Jonathan Tah war im Defensivzentrum des FC Bayern ein Fels in der Brandung. Dass Union bei 7:0-Sieg der Münchner selten auch nur in Tornähe kam, war dem deutschen Nationalspieler zu verdanken. Tah gewann fünf seiner sechs Zweikämpfe und gewann jedes seiner Kopfballduelle. Seine drei abgefangenen Bälle waren Spiel-Bestwert. Nur ein Tor war im nicht vergönnt: Aus kürzester Distanz scheiterte er an Union-Keeper Frederik Rönnow.
Miguel Gutierrez (8.8)
Erst fünf Pflichtspiele hat Miguel Gutierrez für Bayer Leverkusen gespielt und schon jetzt vermisst niemand mehr den abgewanderten Alejandro Grimaldo. Der 25-Jährige legte nach zwei Vorlagen gegen Union Berlin auch das 1:0 gegen RB Leipzig auf. Den Treffer zum 2:0-Endstand erzielte er selbst. Auch defensiv war der Spanier stets auf der Höhe.

Alphonso Davies (9.1)
Bei sieben Toren gab es für den FC Bayern am Freitagabend genug Gründe zu jubeln. Zweimal hatte auch Alphonso Davies seine Füße im Spiel. Der Kanadier bereitete die Tore 1 und 5 vor. Gute Defensivstatistiken sind ebenso vorhanden wie ein Spiel-Bestwerte in Schlüsselpässen.
Mittelfeld
Michael Olise (10)
Drei Tore, eine Vorlage, ein gezogener Foulelfmeter – Michael Olise hat das wohl beste Spiel seiner Zeit beim FC Bayern gezeigt. Der Franzose wird folgerichtig auch mit der perfekten Note 10 ausgezeichnet. Gegen Union ist es beinahe einfacher zu sagen, welche Statistiken er nicht anführt, denn Olise dominiert überall: Schüsse, Schussqualität, Dribblings, Passqualität, Ballkontakte – einfach perfekt.
Youri Regeer (9.0)
Es kommt selten vor, dass Spieler sich Noten im 9er-Bereich verdienen und dabei an keinem Tor beteiligt sind. Youri Regeer macht bei Werder Bremen die Abwesenheit von Jens Stage und Senne Lynen vergessen. Kurz vor Transferschluss erst gekommen, ist die Ajax-Leihgabe kaum mehr wegzudenken. Gegen Ajax kam kaum ein Pass nicht an und besonders seine Bälle ins Angriffsdrittel waren hervorragend. Auch defensiv war Regeer häufiger Sieger als Verlierer.
Joshua Kimmich (8.5)
Wie Regeer schafft es auch Joshua Kimmich ohne Torbeteiligung zu einer Top-Note. Dass ausgerechnet das Herz des Bayern-Mittelfelds bei einem 7:0 ohne Scorerpunkt bleibt, ist jedoch durchaus überraschend. Dabei überzeugte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft mit brillantem Passspiel. Defensiv war Kimmich selten gefordert.
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Tom Bischof (8.3)
Erst in der 63. Spielminute wurde Tom Bischof eingewechselt. Sich am Schützenfest zu beteiligen, ließ er sich aber nicht mehr nehmen. Mit seinen Vorlagen zum 6:0 und 7:0 binnen drei Minuten machte Bischof auf sich aufmerksam und drängt auf mehr Minuten im Bayern-Dress.
Marco Grüll (8.5)
Marco Grüll war am Samstag überall. Defensiv schob sich der Flügelstürmer neben Olivier Deman in eine Fünferkette, offensiv musste er dann den offensiven Flügel beackern. Und Letzteres machte er wie bereits seit Saisonstart stark. Der ÖFB-Rückkehrer startete das Bremer Comeback mit seinem Dribbling und Treffer zum 1:2, ehe er das 3:2 von Mitchell Weiser auflegte. Auch beim 2:2 hatte er seine Füße im Spiel. Mit bereits fünf Scorerpunkten führt er geteilt die Liga an.

Angriff
Sheraldo Becker (8.7)
Wenn der 1. FSV Mainz 05 gut spielen will, brauch es die Tore von Sheraldo Becker. Alle zwei Spiele netzt der Stürmer in dieser Saison. Nur wenn Becker trifft, gewinnen die 05er auch ihre Spiele. In Gladbach feuerte der Mann aus Suriname gleich fünfmal in Richtung Tor und traf schließlich zum zwischenzeitlichen 2:1. Den vorherigen Ausgleich von Phillip Tietz bereitete er vor. Auch der Einsatz stimmte: Er gewann die meisten seiner Zweikämpfe.
Chuki (8.4)
Der dritte Bremer im Bunde hört auf den Namen Iván San José Cantalejo oder eher gesagt: Chuki. Der junge Spanier kam im Sommer aus der zweiten spanischen Liga von Real Valladolid an die Weser und macht in Bremen den Abgang von Romano Schmid bereits (phasenweise) vergessen.
Gegen Augsburg bekam der Spanier Bewegungsfreiheit. Diese nutzte er unter anderem mit seiner Vorlage zum 1:2. Allerdings vergab er auch doppelt die Chance auf seinen ersten Pflichtspieltreffer für den SVW.
