Bundesliga Top XI 22. Spieltag

TOR
Gregor Kobel - 7,9
Wenn ein 4:0-Sieg bejubelt wird, steht der eigene Torwart verständlicherweise selten im Blickpunkt. Doch Kobel zeigte beim deutlichen Erfolg von Borussia Dortmund gegen Mainz insgesamt fünf Paraden und verhinderte damit 1,71 xGoals. Mit 20 Gegentoren stellen die Schwarz-Gelben zudem die zweitbeste Defensive der Liga hinter dem FC Bayern (19).
ABWEHR
Keven Schlotterbeck - 8,6
Abstiegskampf pur bekamen unterdessen die Zuschauer in Augsburg geboten. In Abwesenheit von Kapitän Jeffrey Gouweleeuw hat Keven Schlotterbeck die Rolle des Abwehrchefs beim FCA übernommen und führte sein Team mit starken Werten (75% Zweikampfquote, 78% der Kopfballduelle gewonnen, acht Klärungsaktionen) zum wichtigen Sieg über den Konkurrenten aus Heidenheim.
Ozan Kabak - 8,6
Galt der Türke in der Winter-Transferperiode noch als Abgangskandidat, spielt er sich nun immer mehr zur Höchstform zurück. Für die starke TSG Hoffenheim erzielte der von Besiktas umworbene Kabak im erst sechsten Startelfeinsatz in dieser Saison bereits sein drittes Tor. Auch defensiv hielt der verletzungsgeplagte Innenverteidiger den Laden gegen den SC Freiburg dicht.
Julian Ryerson - 9,4
Mesut Özil, Christopher Nkunku, Pascal Groß - und nun Julian Ryerson: Als vierter Spieler in der Geschichte der Bundesliga gelangen dem Norweger am Freitag gleich vier Vorlagen in einer Partie. Gegen Mainz 05 führten gleich drei Standards des 28-Jährigen zu Treffern, damit behob er quasi im Vorbeigehen eine Dauerbaustelle beim BVB.
MITTELFELD
Maximilian Mittelstädt - 8,4
Etwas Glück gehört manchmal auch dazu: Da Maximilian Mittelstädt nach einem Schubser gegen Ragnar Ache im eigenen Strafraum ohne Elfmeterpfiff davonkam, konnte nichts seine starke Leistung beim Sieg der Stuttgarter im Samstagabendspiel trüben. Mit gewohnter Dynamik beackerte er die linke Seite, gewann alle seine Dribblings und war auch defensiv mit 89% Zweikampfquote kaum zu bezwingen.
Yan Diomandé - 8,3
An den Kreativspielern lag es nicht, dass RB Leipzig zum Spieltagsabschluss nicht über ein Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg hinauskam. Der Ivorer Diomandé zeigte sich gewohnt dribbelfreudig, suchte immer wieder das 1-gegen-1 und belohnte sich zusätzlich mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.
Brajan Gruda - 9,1
Auch Brajan Gruda zeigte sich in der Offensive der Roten Bullen sehr auffällig, sein Wechsel aus der Premier League hat sich schon nach wenigen Wochen total ausgezahlt. Trotz seiner Vorlage für Diomandé und seinem späten Ausgleich in der 89. Minute konnte sich in Sachsen so richtig allerdings niemand über den Punktgewinn gegen den Abstiegskandidaten freuen.
Vladimir Coufal - 8,9
Ganz anders die Stimmungslage im Kraichgau: Hoffenheim marschiert durch das 3:0 im Nachbarschaftsduell gegen Freiburg weiter schier unaufhaltsam Richtung Champions League. Symbolisch für die weit übertroffenen Erwartungen steht Coufal: Vor der Saison als Übergangsmann bis zur Rückkehr von Valentin Gendrey geholt, liefert er Woche für Woche ab - diesmal zwei Assists für Asllani und Kabak.
STURM
Harry Kane - 8,4
"Unglaublich", so die Beschreibung von Bremen-Verteidiger Marco Friedl für Harry Kane. Der Österreicher musste kurz zuvor mit ansehen, wie der Engländer in der 25. Minute aus scheinbar ungefährlicher Position den Ball ins Eck schweißte. Wieder zweimal erfolgreich, wieder ein Sieg für die Bayern: Kane stellt auf unfassbare 500 Karrieretreffer und jagt weiter den 41-Tore-Rekord von Robert Lewandowski aus der Saison 2020/21.
Serhou Guirassy - 8,1
In ähnliche Sphären wird Dortmunds Top-Stürmer in diesem Jahr nicht mehr vorstoßen, dafür gönnte er sich gegen Ende der Hinrunde eine zu lange Durststrecke. Doch beim deutlichen Sieg gegen Mainz zeigte Guirassy wieder seine Klasse und knipste nach zwei Ryerson-Vorlagen. Und siehe da, elf Saisontore sind ja auch keine so schlechte Quote.
Jean-Matteo Bahoya - 8,2
Kaum jemand bei der Eintracht scheint so sehr vom Trainerwechsel zu profitieren wie Jean-Matteo Bahoya. Unter Toppmöller wirkte er zuletzt wie festgefahren, Riera scheint nun den Hunger und die Direktheit im Angreifer wiedererweckt zu haben. Beim 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach bereitete der Franzose die Tore von Nathaniel Brown und Ayoube Amaimouni vor und wurde zum Spieler des Nachmittags.
