Von der Momentaufnahme Platz eins, so der Konsens im Breisgau, will sich beim Sport-Club niemand blenden lassen. "Wir wollen einfach weitermachen. Keine wilden Parolen raushauen, das hat uns die letzten Jahre auch nicht weitergebracht", forderte Eggestein, nachdem zuvor Abwehrchef Matthias Ginter ähnlich nüchtern die Situation analysiert hatte, die Tabellenführung fühle sich "ehrlicherweise nicht besonders" an.
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Der ungewohnt heftige emotionale Ausbruch von Trainer Julian Schuster, nachdem Keisuke Goto (85.) Freiburg in Unterzahl noch zum Sieg geschossen hatte, hatte daher einen anderen Ursprung. "Ich war so glücklich darüber, wie die Jungs reagiert haben", erklärte er: "Wir sprechen oft darüber, wie man sich verhält, wenn es nicht läuft und welchen Fokus man auf die nächste Aktion hat, ob man zusammen bleibt, in Momenten, wenn es schwierig wird."
Freiburg-Trainer Schuster schaut nicht auf die Tabelle
Lange hatte es danach ausgesehen, dass es bei den Toren von Eggestein (10.) und Adrian Gantenbein (30.) bleiben würde. Dass seine Mannschaft nach dem Platzverweis gegen Yuito Suzuki (64.) tatsächlich noch den Dreier einstrich, fand Schuster "bemerkenswert. Deshalb war es am Schluss dann energetisch und auch sehr emotional. Vor allem in der Freude über die Jungs."
Und die Tabellenführung? "Das Gute an meiner Aufgabe ist, dass ich mich damit gar nicht beschäftigen und die Energie dafür aufwenden kann", sagte Schuster nüchtern.
