Bremen mit mutiger Entscheidung: Kann "Fanliebling" Thioune Werder retten?

Theoune wurde einst das Fortuna- Scheitern in der Relegation zu Lasten gelegt
Theoune wurde einst das Fortuna- Scheitern in der Relegation zu Lasten gelegt ČTK / imago sportfotodienst / osnapix / Hirnschal

Werder Bremen hat mit der Verpflichtung von Daniel Thioune als Retter im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga für eine Überraschung gesorgt und gleichzeitig Mut bewiesen. Trotz seiner 51 Jahre hat Thioune bisher noch nie im Oberhaus trainiert. Bei seinem letzten Engagement in Düsseldorf führte er die Fortuna zwar zunächst aus dem Tabellenkeller der 2. Liga in sichere Gefilde, der erhoffte Aufstieg gelang in den Jahren danach aber nicht.

Das dramatische Scheitern im Relegations-Rückspiel gegen den VfL Bochum nach einem 3:0 im Hinspiel wurde auch Thioune angelastet. Dennoch war er in Düsseldorf beliebt, seine offene Art kam im Verein und bei den Fans gut an.

Patrone muss sitzen

Doch kann Thioune auch Abstiegskampf auf der ungleich größeren Bühne Bundesliga? Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz ist davon überzeugt, auch wenn Thioune offenbar nicht die 1a-Lösung war. Für Fritz war allerdings auch Horst Steffen im vergangenen Sommer die Wunschlösung als Nachfolger des erfolgreichen Ole Werner.

Die Patrone Thioune muss sitzen - für Werder und für Fritz. Ein erneuter Abstieg würde den Klub hart treffen und vermutlich auch das Aus für Fritz bedeuten, der aufgrund seiner verfehlten Personalpolitik ohnehin in der Kritik steht.