Zum Auftakt der extrem spannenden Meistergruppe, in der Platz eins und Platz sechs nur drei Punkte trennten, ist der SK Sturm der klare Gewinner des Spieltags. Die Steirer gewinnen zum Abschluss der 23. Runde in einem turbulenten Spiel mit 5:2 beim FK Austria und setzen sich mit drei Punkten Vorsprung an die Tabellenspitze, nachdem Red Bull Salzburg zu Hause gegen den SK Rapid mit 0:1 unterlag.
Dabei ging die Austria sogar nach nur 31 Sekunden im Spiel um Platz eins in Front. Startelf-Debütant Matteo Schablas besorgte nach sehenswerter Kombination mit Abubakar Barry die frühe Führung. Die hielt allerdings nur fünf Minuten: Filip Rozga (6.) verwertete einen Abpraller mühelos zum Ausgleich.
Die Veilchen hatten in der Folge mehr vom Spiel, ließen ihre Chancen jedoch aus. Johannes Eggesteins (21.) vermeintlicher Treffer wurde wegen Abseits einkassiert, Jeyland Mitchell und Albert Vallci retteten gegen Barry zweimal in höchster Not.
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SK Sturm: Effizienz und Platzverweis entscheiden Spiel
Kurz vor der Pause fanden dann Schablas (38.) und Eggestein (40.) ihren Meister in Matteo Bignetti. Nur Sekunden vor dem Pausenpfiff war es dann Otar Kiteishvili (45.+1), der die Partie auf den Kopf stellte und Sturm eine glückliche Pausenführung bescherte.
In der zweiten Halbzeit entschied dann die Gelb-Rote Karte für Tin Platovic (55.) infolge eines Fouls im Strafraum die Begegnung schnell. Kiteishvili erhöhte vom Punkt, wenig später stellte Ryan Fosso (60.) sogar auf 4:1. Ein Eigentor von Aleksandar Dragovic (67.) vollendete zwölf rabenschwarze Minuten der Gastgeber.
Paul Koller (77.) sah nach grobem Foulspiel zwar noch die Rote Karte, mehr als ein Ergebniskosmetik durch Manfred Fischer (84.) war für die Violetten aber nicht mehr drin.
Red Bull Salzburg patzt gegen den SK Rapid
Durch den Sieg setzt sich Sturm an der Tabellenspitze etwas ab, weil Salzburg zuvor gegen Rapid patzte.
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Die Bullen verpassten trotz überlegenem Spiel lange die Führung, auch in Salzburg entschied dann ein Platzverweis die Partie. Joane Gadou (67.) sah nach einer Notbremse die Ampelkarte, Matthias Seidl versenkte den anschließenden Freistoß unter mithilfe der Salzburger Mauer zum Siegtreffer.

Einen Platzverweis gab es auch am Freitagabend beim Auftakt zur Meistergruppe in Linz, doch Youba Diarras Rote Karte in der Nachspielzeit kam für den LASK zu spät. Trotz 29:6 Abschlüssen konnten die Hausherren die Begegnung nicht für sich entscheiden und mussten sich gegen den TSV Hartberg mit einem torlosen Unentschieden begnügen.
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Blau-Weiß Linz droht Abstieg
Auf Platz zwei stehend sind das für den LASK wohl Luxusprobleme - vor allem wenn man die Resultate mit dem Stadtrivalen Blau-Weiß vergleicht. Für die wird die Luft nach nur einer Runde in der Abstiegsgruppe schon ziemlich dünn.
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Beim SCR Altach war den Linzern bei der 1:3-Niederlage nicht mehr als Ronivaldos (90.) Ehrentreffer kurz vor Abpfiff vergönnt. Mit dem Grazer AK gewann zeitgleich der größte Konkurrent etwas überraschend mit 2:0 gegen den Wolfsberger AC. So beträgt Linz' Rückstand auf das rettende Ufer wieder sechs Punkte.
