ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 28. Runde

ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 28. Runde
ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 28. RundeEXPA/ Reinhard Eisenbauer / Newspix.pl / Profimedia

Da war wieder einiges los in der 28. Runde der ADMIRAL Bundesliga: Blau-Weiß Linz sendet im Abstiegskampf ein kräftiges Lebenszeichen, während WSG Tirol und der GAK wichtige Punkte liegen lassen. Hartberg schockt Rapid mit maximaler Effizienz, die Austria hilft Salzburg mit Eigenfehlern auf die Sprünge – und im Titelrennen bleibt dank des Remis zwischen Sturm und dem LASK weiterhin alles offen.

Im Titelrennen der ADMIRAL Bundesliga bleibt weiterhin alles offen. Salzburg nutzte den Patzer der Konkurrenz und rückt mit einem Sieg gegen die Austria wieder näher an die Spitze heran. Sturm Graz und der LASK lieferten sich im direkten Duell einen intensiven Schlagabtausch, bei dem am Ende beide Teams mit einem Punkt leben mussten.

Auch dahinter gab es einiges zu sehen: Hartberg sorgte mit einem effizienten Auftritt für einen Dämpfer bei Rapid, während Blau-Weiß Linz im Abstiegskampf ein wichtiges Lebenszeichen setzte. Für andere Teams wie den GAK oder die WSG Tirol bleibt die Situation im Tabellenkeller dagegen weiterhin angespannt.

Diese ganze Top-und-Flop-Gemengelage müssen wir uns natürlich auch nach diesem Spieltag genauer ansehen!

 

TOP – Blau-Weiß Linz gibt die rote Laterne ab

Blau-Weiß Linz hat im Abstiegskampf ein kräftiges Lebenszeichen gesendet. Vier Tage nach dem torlosen Duell in Wolfsberg gewannen die Oberösterreicher das direkte Kellerduell gegen den WAC mit 3:0 und gaben damit erstmals seit der 13. Runde die Rote Laterne ab.

Die Linzer waren von Beginn an das aktivere Team. Nach einer guten halben Stunde belohnte sich Blau-Weiß: Ronivaldo brachte den Ball in den Strafraum, wo sich Shon Weissman geschickt durchsetzen konnte und zur verdienten Führung einschoss (29.).

 

 

Nach der Pause blieb der WAC zwar bemüht, zwingende Chancen blieben jedoch aus. Stattdessen erhöhte Blau-Weiß nach rund einer Stunde: Nico Maier versenkte einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zum 2:0 (66.). In der Nachspielzeit setzte erneut Maier den Schlusspunkt. Nach einem Fehler im Wolfsberger Spielaufbau traf er zunächst die Stange, verwertete den Nachschuss aber selbst zum 3:0-Endstand (90.+4).

Mit diesem dritten Heimsieg in Folge verlassen die Linzer den Abstiegsplatz und geben das Schlusslicht an den WAC ab. 

 

FLOP – WSG und GAK können sich nicht absetzen

Im Tabellenkeller der Bundesliga bleibt es weiterhin eng. Während Blau-Weiß Linz mit dem Sieg über den WAC die Rote Laterne abgeben konnte, haben es andere Teams verpasst, sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Der GAK musste sich bei der SV Ried mit 1:2 geschlagen geben. Die Innviertler stellten bereits in der ersten Hälfte durch Treffer von Ante Bajic (28.) und Kingstone Mutandwa (35.) die Weichen auf Sieg. Der eingewechselte Ex-Rieder Mark Grosse brachte die Grazer zwar noch einmal zurück ins Spiel (64.), für einen Punktgewinn reichte es aber nicht mehr.

Auch die WSG Tirol konnte sich nicht entscheidend absetzen. Die Tiroler kamen bei SCR Altach nicht über ein torloses Remis hinaus. Zwar war die WSG über weite Strecken die gefährlichere Mannschaft, zwingende Chancen blieben jedoch Mangelware.

Damit bleibt die Situation im Tabellenkeller weiterhin angespannt. Blau-Weiß hat mit dem jüngsten Sieg zwar aufgeholt, doch auch WSG und GAK sind noch lange nicht sicher.

 

TOP – Hartberg gewinnt mit maximaler Effizienz in Hütteldorf

Der TSV Hartberg hat in Hütteldorf für eine kleine Überraschung gesorgt. Mit einem 2:0-Auswärtssieg beim SK Rapid feierten die Oststeirer ihren ersten Erfolg in der Meistergruppe  und das mit maximaler Effizienz.

Rapid war über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, ließ aber mehrere gute Möglichkeiten liegen. Besonders bitter aus Sicht der Wiener: Bendegúz Bolla setzte einen Elfmeter neben das Tor (22.). Auch weitere Chancen, unter anderem durch Andreas Weimann und Ercan Kara, der nur die Stange traf, blieben ungenutzt.

 

 

Hartberg zeigte sich dagegen eiskalt. Mit der ersten klaren Gelegenheit brachte Jürgen Heil die Gäste nach einem starken Solo im Strafraum in Führung (34.).

In der Schlussphase warf Rapid noch einmal alles nach vorne, blieb in Summe ungefährlich und lief genau in den entscheidenden Konter. Den nutzte Elias Havel zum 2:0. Während Rapid trotz deutlichem Chancenplus ohne Treffer blieb, nutzte Hartberg seine Möglichkeiten konsequent und nahm mit maximaler Effizienz drei Punkte aus Hütteldorf mit. Bei Rapid regiert nach einem zwischenzeitlichen Höhenflug nun wieder der Frust. 

 

FLOP – Austria Wien schlägt sich in Salzburg selbst

Die Austria hat auch das zweite Duell innerhalb weniger Tage gegen Red Bull Salzburg mit 1:3 verloren und machte es den Gastgebern dabei phasenweise selbst zu leicht.

Salzburg nutzte früh defensive Unsicherheiten der Wiener. Yorbe Vertessen traf nach einem Zuspiel von Frans Krätzig zum 1:0 (16.), nur wenige Minuten später erhöhte Jannik Schuster nach einem Eckball von Maurits Kjaergaard per Kopf auf 2:0 (22.). Dabei sah auch Austria-Goalie Samuel Sahin-Radlinger nicht gut aus.

 

 

Die Wiener fanden dennoch eine Antwort und verkürzten durch Reinhold Ranftl nach Vorarbeit von Manfred Fischer auf 1:2 (34.). Nach der Pause hatte Fischer sogar die große Chance auf den Ausgleich, scheiterte jedoch an Salzburg-Keeper Alexander Schlager. Die endgültige Entscheidung fiel schließlich auf besonders bittere Weise: Ein Rückpass von Tin Plavotic rutschte Sahin-Radlinger unter der Sohle durch und rollte zum 1:3 ins eigene Tor (76.).

Damit kassiert die Austria erneut drei Gegentore gegen Salzburg und rutscht ans Tabellenende der Meistergruppe. Trainer Stephan Helm sprach danach von einem wiederkehrenden Problem: „Es ist ärgerlich, dass wir zu einfach Gegentore hinnehmen müssen.“

 

TOP – Meisterrennen bleibt weiter maximal spannend

Vier Runden vor Schluss ist im Titelrennen der Bundesliga weiterhin alles offen. Das 1:1 im direkten Duell zwischen Sturm Graz und dem LASK spielte vor allem einem Team in die Karten: Red Bull Salzburg.

Die „Bullen“ nutzten die Punkteteilung der beiden Konkurrenten und rückten mit einem 3:1-Sieg gegen Austria Wien wieder näher an die Spitze heran. Sturm führt die Tabelle mit 29 Punkten weiterhin an, Salzburg liegt nur einen Zähler dahinter, der LASK folgt mit zwei Punkten Rückstand.

Entsprechend groß war nach dem direkten Duell zwischen Sturm und dem LASK die Unzufriedenheit auf beiden Seiten. „Alle sind sauer und traurig, weil wir gewusst haben, dass wir die bessere Mannschaft sind“, meinte LASK-Stürmer Sasa Kalajdzic. Auch Trainer Dietmar Kühbauer war überzeugt: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir zu elft das Spiel klar für uns entschieden hätten.“

Doch auch Sturm trauerte der großen Chance nach. „Du bist zwei Mann mehr. Das Spiel müssen wir einfach gewinnen“, stellte Verteidiger Albert Vallci klar.

Damit bleibt die Ausgangslage im Titelrennen hochspannend. Salzburg hat sich mit zwei Siegen gegen die Austria wieder zurückgemeldet, während Sturm und der LASK weiter um jeden Punkt kämpfen. Für Salzburg-Trainer Daniel Beichler ist die Marschroute klar: „Jetzt heißt es, cool bleiben und die Leistung von Spiel zu Spiel verbessern.“ Vier Runden vor Schluss ist damit alles angerichtet für ein packendes Finale im Meisterkampf.