Tore, Rekorde und Halbfinalträume: Nigerias beeindruckender Afrika-Cup 2025

Nigerias Ademola Lookman ist einer der Stars des Afrika-Cups 2025.
Nigerias Ademola Lookman ist einer der Stars des Afrika-Cups 2025.ULRIK PEDERSEN / NURPHOTO VIA AFP

Nigeria Nationalmannschaft präsentiert sich beim Afrika-Cup 2025 in herausragender Verfassung. Mit Toren am Fließband und dominanten Auftritten begeistern die Super Eagles und zeigen eine Durchschlagskraft, die man in der jüngsten Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 schmerzlich vermisst hatte.

Nach dem Finaleinzug vor zwei Jahren steht Nigeria nun erneut im Halbfinale. Dort wartet am Mittwoch in Rabat Gastgeber Marokko – ein Gegner, der seit 2009 kein offizielles Heimländerspiel mehr verloren hat. Es ist ein echtes Gipfeltreffen zweier Schwergewichte des afrikanischen Fußballs, zumal Nigeria bei diesem Turnier gleich mehrere Rekorde ins Visier nimmt.

Zum Match-Center: Nigeria vs. Marokko

In jedem seiner ersten fünf Spiele beim Afrika-Cup 2025 erzielte Nigeria mindestens zwei Treffer, ein Novum in der eigenen Turniergeschichte. Zuletzt gelang ihnen Vergleichbares im Jahr 2000 als Co-Gastgeber, allerdings nicht über einen so langen Zeitraum hinweg. Sechs Spiele mit jeweils mindestens zwei Toren bei einer Endrunde schafften die Super Eagles bislang noch nie.

Außer Nigeria gelang dieses Kunststück nur einer weiteren Nation: Ägypten: 1974 und 2010. Mit bislang 14 Treffern haben die Super Eagles bereits ihre beste Torbilanz bei einem AFCON erreicht. Der Allzeitrekord von 16 Turniertoren, aufgestellt von der Elfenbeinküste im Jahr 2008, rückt bedrohlich nahe.

Bemerkenswert ist auch die Konstanz: In den letzten zwölf Afrika-Cup-Spielen traf Nigeria stets mindestens einmal. Zuletzt blieben sie im Achtelfinale 2021 gegen Tunesien ohne Torerfolg. Ein besonderer Faktor ist Starstürmer Victor Osimhen: In allen sieben AFCON-Partien, in denen er traf oder ein Tor vorbereitete, blieb Nigeria ungeschlagen.

Historische Siegesserie

Erstmals überhaupt gewann Nigeria beim Afrika-Cup fünf Spiele in Folge. Zwar gelangen ihnen auch 2019 fünf Siege bei einer Endrunde, jedoch nicht am Stück. Sechs Erfolge in Serie oder insgesamt bei einem Turnier wären beim AFCON absolutes Neuland für die Super Eagles.

Zudem bietet sich die Chance, erstmals seit dem Titelgewinn 2013 in Südafrika drei K.-o.-Spiele hintereinander innerhalb der regulären Spielzeit zu gewinnen.

Mit dem erneuten Einzug in die Vorschlussrunde baut Nigeria seinen eigenen Rekord auf nunmehr 17 Halbfinalteilnahmen aus. Eine beeindruckende Zahl, insbesondere wenn man bedenkt, dass das erste Halbfinale der Super Eagles erst 1978 stattfand.

In 17 der letzten 20 Endrunden, für die sich Nigeria qualifizierte, erreichten sie mindestens das Halbfinale. Lediglich 1982, 2008 und 2021 war bereits früher Schluss.

Die Halbfinalbilanz ist dabei ausgeglichen: Achtmal zog Nigeria ins Finale ein, siebenmal scheiterte man. Vier dieser acht Siege wurden erst im Elfmeterschießen errungen. Bemerkenswert: Nur einmal schieden die Super Eagles im Halbfinale per Elfmeter aus.

Insgesamt bestritt Nigeria beim Afrika-Cup acht Elfmeterschießen und gewann sechs davon – ein Bestwert, den man sich mit Ägypten teilt.