Senegal-Trainer Thiaw vor Afrika-Cup-Clash: Ägypten als "prominentestes Team Afrikas"

Senegals Trainer Pape Thiaw über die Herangehensweise vor dem Afrika-Cup-Halbfinale gegen Ägypten
Senegals Trainer Pape Thiaw über die Herangehensweise vor dem Afrika-Cup-Halbfinale gegen ÄgyptenGetty Images via Profimedia

Senegals Nationaltrainer Pape Thiaw hat betont, dass seine Mannschaft das Halbfinale des Africa Cup of Nations (AFCON) gegen Ägypten mit größtem Respekt, maximaler Konzentration und möglichst fehlerfrei bestreiten muss, um die eigenen Titelambitionen beim Turnier 2025 in Marokko nicht zu gefährden.

Die Löwen von Teranga treffen am Mittwoch im Grand Stade de Tangier auf die Pharaonen – eine Neuauflage des AFCON-Finals von 2021. Es ist bereits das sechste Aufeinandertreffen der beiden afrikanischen Schwergewichte bei einer Endrunde.

In den bisherigen fünf Duellen konnten beide Teams jeweils zwei Siege verbuchen, ein Spiel endete unentschieden. Die meisten Begegnungen fanden in der Gruppenphase statt, einzig 2006 standen sich Senegal und Ägypten im Halbfinale gegenüber. Das erste AFCON-Duell datiert aus dem Jahr 1986, als Gastgeber Ägypten im Eröffnungsspiel in Kairo überraschend mit 0:1 unterlag, sich am Ende des Turniers jedoch trotzdem den Titel sicherte.

Senegal mit klarem Fokus und Selbstvertrauen

"Wir bereiten uns mit größter Sorgfalt auf dieses Spiel vor und lassen keinerlei Ablenkungen zu, die unseren Fokus beeinträchtigen könnten", erklärte Thiaw im Vorfeld gegenüber den Medien.

"Uns ist bewusst, dass wir auf eine extrem starke ägyptische Mannschaft treffen – möglicherweise das renommierteste Team Afrikas. Sie sind taktisch hervorragend organisiert und mental durch ihre langjährige Erfahrung auf höchstem Niveau gefestigt."

Gleichzeitig machte der senegalesische Coach deutlich, dass sein Team nicht nur mit Respekt, sondern auch mit klaren Ambitionen in das Duell geht: "Wir nehmen diese Herausforderung mit großem Ernst an, aber auch mit echtem Ehrgeiz. Unser Ziel ist es, zu gewinnen und ins Finale einzuziehen. Dabei bleiben wir unserer Spielphilosophie treu, denn wir sind überzeugt, dass sie der Schlüssel zum Erfolg ist."

Ägypten selbstbewusst und vorbereitet

Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan zeigte sich ebenfalls selbstsicher: "Senegal ist für die ägyptische Nationalmannschaft kein Angstgegner. Wir sind siebenfache Afrikameister."

Er ergänzte: "Jeder Gegner bringt uns Respekt entgegen, und selbst provokante Videos, die über uns kursieren, wirken eher motivierend. Wir gehen dieses Halbfinale mit Respekt, aber auch mit optimaler Vorbereitung an. Mental sind wir bereit."

"Wir wissen genau, was uns erwartet, kennen die Stärken des Gegners ebenso wie unsere eigenen. Jedes Team hat seine eigene Spielweise und wir haben unsere Strategie entsprechend angepasst", so Hassan weiter.

Der Weg ins Halbfinale

Senegal startete in Gruppe D mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen Botswana, spielte anschließend 1:1 gegen den Kongo und sicherte sich mit einem weiteren 3:0-Sieg gegen Benin den Einzug in die K.-o.-Phase.

Im Achtelfinale setzten sich die Löwen von Teranga mit 3:1 gegen den Sudan durch. Im Viertelfinale folgte ein hart umkämpfter Sieg gegen Mali, bei dem Iliman Ndiaye mit dem entscheidenden Treffer das westafrikanische Derby zugunsten Senegals entschied.

Ägypten begann das Turnier in Gruppe B mit einem 2:1-Sieg gegen Simbabwe, ließ ein 1:0 gegen Südafrika folgen und erreichte nach einem 0:0 gegen Angola ebenfalls das Achtelfinale.

Dort bezwangen die Pharaonen Benin mit 3:1, ehe sie im Viertelfinale auf den amtierenden Afrikameister Elfenbeinküste trafen. In einem spektakulären Duell setzte sich Ägypten mit 3:2 durch und beendete damit die Titelverteidigung der Elefanten.

Dennis Mabuka
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