Ermittlungen nach Afrika-Cup-Partie Algerien vs. Nigeria: CAF untersucht Vorwürfe

BVB-Profi Ramy Bensebaini bei der Niederlage Algeriens gegen Nigeria
BVB-Profi Ramy Bensebaini bei der Niederlage Algeriens gegen NigeriaSEBASTIEN BOZON / AFP

Nach dem Viertelfinalspiel zwischen Algerien und Nigeria beim Afrika Cup- hat der afrikanische Fußballverband Confédération Africaine de Football (CAF) eine Untersuchung wegen angeblich "inakzeptablen Verhaltens" eingeleitet. Die Partie endete am Samstag mit einem 2:0-Sieg für Nigeria im Grand Stade de Marrakech.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung teilte die CAF mit, dass Spielberichte sowie Videomaterial ausgewertet worden seien. Diese deuteten auf mögliches Fehlverhalten von Spielern und Offiziellen hin. Die entsprechenden Vorfälle seien an den Disziplinarausschuss des Verbandes weitergeleitet worden. Die CAF betonte, sie fordere "angemessene Maßnahmen" gegen alle Personen, die sich eines Verstoßes schuldig gemacht haben könnten.

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Unmittelbar nach dem Schlusspfiff mussten die Spieler beider Mannschaften voneinander getrennt werden. Berichten zufolge umringten algerische Spieler den Schiedsrichter Issa Sy und folgten ihm bis in den Spielertunnel.

Die CAF verurteilte in ihrer Stellungnahme jedes unangemessene Verhalten während eines Spiels, insbesondere wenn es sich gegen Schiedsrichter oder Spielorganisatoren richte. Solches Verhalten sei nicht mit dem professionellen Auftreten bei CAF-Veranstaltungen vereinbar und werde entsprechend geahndet.

Kurz nach der Ankündigung der Untersuchung reagierte der algerische Fußballverband mit einem Beitrag in den sozialen Medien. Darin erklärte er, man habe sich offiziell an die CAF gewandt und eine Beschwerde gegen Schiedsrichter Issa Sy und dessen Team eingereicht.

Algerien will auch FIFA einschalten

Der Verband kritisierte Schiedsrichterentscheidungen in der Partie, die Fragen aufgeworfen und "weit verbreitete Unzufriedenheit" ausgelöst hätten. Diese würden aus Sicht Algeriens die Glaubwürdigkeit der afrikanischen Schiedsrichter untergraben und dem internationalen Ansehen des afrikanischen Fußballs schaden.

Nach Angaben des algerischen Verbandes sei neben der CAF auch der Weltfußballverband FIFA kontaktiert worden, um eine Untersuchung der Geschehnisse zu veranlassen und gegebenenfalls Maßnahmen gemäß den geltenden Vorschriften zu ergreifen.

Die CAF bekräftigte unterdessen ihre Null-Toleranz-Haltung gegenüber Fehlverhalten und stellte klar, dass die laufenden Ermittlungen dazu dienen sollen, die Vorfälle umfassend aufzuklären. Ergebnisse oder mögliche Sanktionen wurden bislang nicht bekanntgegeben.