Kurz darauf trennten sich ihre Wege: Mané wechselte zunächst zum FC Bayern und später zu Al-Nassr nach Saudi-Arabien, während Salah trotz Wechselgerüchten Liverpool treu blieb. Für Ägyptens Kapitän steht in Marokko viel auf dem Spiel. Mit vier Treffern in vier Spielen führte er sein Team ins Halbfinale. Sein großer Traum bleibt jedoch der erste AFCON-Titel, nachdem er bereits zwei Finals verloren hat.
Zum Match-Center: Senegal vs. Ägypten
Besonders schmerzhaft war das Endspiel 2022, als Ägypten im Elfmeterschießen Senegal unterlag. Mané verwandelte damals den entscheidenden Elfmeter und bescherte seinem Land den ersten Afrika-Cup-Triumph. Salah kam gar nicht mehr zum Schuss. Wenige Wochen später wiederholte sich das Drama im WM-Qualifikations-Playoff: erneut traf Mané, erneut scheiterte Salah.
Während Senegal anschließend bei der WM in Katar spielte, blieb Ägypten außen vor. Beide Nationen sind jedoch für das kommende Turnier in Nordamerika qualifiziert, möglicherweise die letzte große Bühne für die beiden Routiniers.
Mané und Salah prägten den FC Liverpool
Aktuell geht es jedoch um Afrikas Krone. Senegal will zum dritten Mal in vier Turnieren ins Finale einziehen, Ägypten träumt vom achten Titel. Mané, der den Pokal bereits gewonnen hat, verspürt weniger Druck. Salah dagegen formulierte sein Ziel zuletzt unmissverständlich: Dieser Titel fehlt ihm noch.
Gemeinsam prägten beide fünf Jahre lang unter Jürgen Klopp eine der gefährlichsten Offensiven Europas, gewannen die Champions League 2019 und die Premier League 2020. Mané räumte später ein, dass das Zusammenspiel nicht immer reibungslos war – vor allem, wenn es um den letzten Pass ging.
Nun stehen sie sich erstmals wirklich als Gegner gegenüber: zwei ehemalige Afrikas Fußballer des Jahres, die ihre Nationen führen wollen. Für Mané wäre es der zweite Triumph, für Salah die Erfüllung eines lang ersehnten Ziels. Der Druck ist spürbar – und genau das macht dieses Duell so besonders.
