"Alles ist möglich": Mosambik hofft auf Außenseiterchance vor AFCON-Duell mit Nigeria

Mosambiks Conde und Domingues zeigen sich vor dem AFCON-Duell gegen Nigeria unbeeindruckt
Mosambiks Conde und Domingues zeigen sich vor dem AFCON-Duell gegen Nigeria unbeeindrucktČTK / imago sportfotodienst / shengolpixs

Vor dem Achtelfinalduell beim Afrika-Cup gegen Nigeria zeigen sich Mosambiks Nationaltrainer Chiquinho Conde und Mannschaftskapitän Domingues unbeeindruckt und selbstbewusst. Trotz der klaren Favoritenrolle der Super Eagles betont das mosambikanische Duo, dass ihr Team ohne Angst in die Partie am Montag geht.

Beide Mannschaften treffen im Stadion von Fès aufeinander. Der Sieger der Begegnung qualifiziert sich für das Viertelfinale des Turniers in Marokko. Während Nigeria seine Gruppe souverän mit drei Siegen aus drei Spielen gewann, erreichte Mosambik als eines der besten drittplatzierten Teams die K.-o.-Runde.

Die Mannschaft von Trainer Eric Chelle geht aufgrund ihrer bisherigen Turnierleistungen und der positiven Bilanz gegen Mosambik als Favorit ins Spiel. Dennoch wollen die Mambas an ihre bislang beste Turnierleistung anknüpfen und für eine Überraschung sorgen.

Zuletzt begegneten sich beide Teams am 16. Oktober 2023 in einem Freundschaftsspiel im portugiesischen Albufeira. Nigeria setzte sich damals knapp mit 3:2 durch, die Tore erzielten Terem Moffi, Frank Onyeka und Moses Simon.

Keine Furcht vor den Super Eagles

Mosambiks Kapitän Domingues erkennt zwar die hohe Qualität des nigerianischen Kaders an, unterstreicht jedoch die Entschlossenheit seines Teams.

"Nigeria ist eine sehr starke Mannschaft, aber das schreckt uns nicht ab. Wir fahren dorthin, um uns zu beweisen. Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten und in dieser Zeit ist alles möglich", erklärte Domingues.

Die Auswahl von Mosambik beim Afrika-Cup 2026
Die Auswahl von Mosambik beim Afrika-Cup 2026ČTK / imago sportfotodienst / Vincent KAMTO

"Wir wissen, welche Herausforderungen auf uns zukommen. Allein das Erreichen dieser Runde ist für uns noch immer ein Grund zum Feiern. Gleichzeitig sind wir uns der Bedeutung dieses Spiels bewusst. Genau das gibt uns zusätzliche Kraft."

Er fügte hinzu: "Wir träumen weiter und glauben, dass dies ein Turnier des Durchbruchs für uns sein kann. Deshalb werden wir alles geben, um im Wettbewerb zu bleiben."

Großer Respekt für Nigeria

Trotz der bislang überzeugenden Auftritte Nigerias musste das Team von Eric Chelle in den letzten drei Turnierspielen jeweils mindestens einen Gegentreffer hinnehmen. Ein weiteres Gegentor würde Nigeria zum vierten Team der AFCON-Geschichte machen, das insgesamt 100 oder mehr Gegentore kassiert hat – nach der Elfenbeinküste, der DR Kongo und Tunesien.

Auch Trainer Chiquinho Conde zollte dem Gegner Respekt, machte aber zugleich deutlich, dass sein Team entschlossen ist, die Aufgabe anzunehmen.

"Nigeria ist eine sehr starke Mannschaft, besonders offensiv. Sie arbeiten seit Jahren intensiv an ihrem Angriffsspiel", so Conde. "Unser Ziel ist es, ihre Abwehr unter Druck zu setzen und ihre Stürmer so gut wie möglich aus dem Spiel zu nehmen."

Er ergänzte: "Wir respektieren Nigeria sehr. Über Generationen hinweg haben sie herausragende Spieler hervorgebracht und verfügen auch heute über Top-Akteure in Europa. Aber unsere Spieler werden für die mosambikanische Flagge kämpfen. Das Spiel beginnt bei 0:0 – und am Ende wird sich zeigen, wer es mehr will."

Zum Match-Center: Nigeria vs. Mosambik

Der Sieger der Partie trifft im Viertelfinale entweder auf den Afrikameister von 2019, Algerien, oder auf die DR Kongo.