Die Festnahmen erfolgten auf Anordnung eines erstinstanzlichen Gerichts in Rabat. Die Beschuldigten sollen zu Sachbeschädigungen im Stadion Prinz Moulay Abdellah befragt werden.
Zum Match-Center: Senegal vs. Marokko
Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit, als Senegal mit 1:0 in Führung lag, versuchten rund 1.000 Fans des späteren Siegers über einen Zeitraum von etwa 15 Minuten, das Spielfeld zu stürmen. Sicherheitskräfte und Polizei konnten dies jedoch verhindern. Dabei warfen mehrere Anhänger Gegenstände, unter anderem einen Stuhl, auf das Spielfeld.
Zuvor hatten die senegalesischen Spieler und ihr Trainer aus Protest gegen einen in den letzten Sekunden der Nachspielzeit für Marokko verhängten Elfmeter den Platz verlassen. Als der Marokkaner Brahim Díaz zum Strafstoß antrat und ihn schließlich vergab, eskalierte die Situation auf den Rängen weiter.
Über 150 Verstöße während des Turniers
In der Verlängerung erzielte Senegal schließlich das entscheidende Tor und sicherte sich damit den Turniersieg.
Die marokkanische Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sie während des gesamten Turniers in allen Stadien mit eigenen Büros vertreten war. Zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar wurden insgesamt 152 Verstöße registriert. Mit 61 Fällen war das unbefugte Betreten oder der Versuch des Betretens von Stadien das häufigste Delikt. Es folgten 19 Fälle von illegalem Ticketverkauf zu überhöhten Preisen oder ohne Genehmigung.
Auch in Frankreich kam es nach dem Sieg Senegals zu Zwischenfällen. Das französische Innenministerium meldete am Montag, dass dort 63 Personen festgenommen und 14 Polizisten verletzt wurden. Spontane Menschenansammlungen in Paris, Lyon und Avignon hätten zu „begrenzten Störungen der öffentlichen Ordnung“ geführt.
