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Paukenschlag in Heidenheim: Trainer Schmidt wird den Verein verlassen

Aktualisiert
Trainer Schmidt stand fast 20 Jahre an der Seitenlinie in Heidenheim
Trainer Schmidt stand fast 20 Jahre an der Seitenlinie in HeidenheimFoto von TOM WELLER / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Fast 20 Jahre lang stand Trainer Frank Schmidt an der Seitenlinie des 1. FC Heidenheim 1846. Dabei erlebte er eine Reise durch den deutschen Profifußball wie kaum ein anderer. Nun endet seine Zeit beim 2. Bundesligisten im kommenden Sommer. Dies gaben der 52-Jährige und der Verein in einem gemeinsamen Statement auf der Klub-Homepage bekannt.

Als ein damals 33-jähriger Frank Schmidt den 1. FC Heidenheim in der Oberliga als Trainer übernommen hatte, rechnete kaum einer mit der beeindruckenden Entwicklung – sowohl des Hauptübungsleiters, als auch des Vereins. Knapp 16 Jahre später gelang die große Sensation: Schmidt und den Heidenheimern gelingt der Sprung in die Bundesliga. Der wohl bisher größte Höhepunkt folgte zwei Saisons später mit dem Einzug in die UEFA Conference League. Nachdem man zweimal die Klasse halten konnte, folgte letzte Saison der Abstieg aus dem Oberhaus. Und nun endet die gemeinsame Zeit im kommenden Sommer.

Schmidt: „Ich will im Sommer eine Pause machen“

"Holger Sanwald und ich standen in den letzten Monaten immer wieder im offenen und sehr engen Austausch zu diesem Thema – unter anderem auch in der vergangenen Länderspielpause. Es war beeindruckend, wie sehr sich der Verein um eine erneute Vertragsverlängerung mit mir bemüht hat. In den letzten Wochen ist bei mir jedoch der Entschluss gereift, dass es an der Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen – auch hinsichtlich der Planungsfähigkeit des FCH. Ich habe Holger Sanwald deshalb am Montag mitgeteilt, dass ich meinen Vertrag kein weiteres Mal verlängern werde, weil ich nach fast 20 Jahren im Traineramt beim FCH im Sommer einfach eine Pause machen will", erklärt ein stets empathischer Schmidt seine Entscheidung. 

Über die Dauer dieser Auszeit hat der gebürtige Heidenheimer keine Angaben gemacht – und ist sich wohl auch noch nicht ganz sicher. "Wie lange diese Pause sein wird und was ab dem 1. Juli in meinem Leben kommt, darüber mache ich mir aktuell keine Gedanken – im Gegenteil: Das verbiete ich mir bis dahin selbst", richtet der bescheidene 52-Jährige den Fokus schnell wieder auf den Verein und die Mannschaft: "Stattdessen werde ich bis zum letzten Spiel alles für unseren maximalen Erfolg in dieser Saison geben. Fest steht: Wir haben gemeinsam als FCH über viele Jahre eine einzigartige Geschichte im deutschen Profifußball geschrieben, aber das letzte Kapitel ist noch nicht zu Ende. Darauf freue ich mich jetzt und verspüre eine große Lust darauf", erläutert Frank Schmidt seinen Entschluss. 

Erneuter Aufstieg zum Abschied?

Die Saison in der 2. Bundesliga ist noch lange und es wartet noch eine Menge Arbeit auf Schmidt. Aktuell steht das Team mit 15 Punkten aus den ersten zehn Partien auf einen soliden sechsten Platz. Die Chance besteht, dass ihr großes Aushängeschild die Heidenheimer zum Abschluss ihrer gemeinsamen Reise wieder in die erstklassigkeit führt. Der Saisonausgang wird bei der Betrachtung der Amtszeit des Trainers allerdings keine Rolle spielen. 

"Was Frank Schmidt für unseren FCH geleistet hat, lässt sich mit Worten kaum beschreiben – ohne Frank als Cheftrainer wäre unsere sportliche Entwicklung aus dem Amateurbereich bis in die Bundesliga und den Europapokal so überhaupt nicht möglich gewesen. Darüber hinaus hat er die Werte unseres Vereins als Vorbild nach innen und nach außen vorgelebt wie kein Zweiter", spricht FCH-Boss Holger Sanwald in den höchsten Tönen von Schmidt. 

Deshalb gilt es nun die letzten Monate zusammen zu genießen – der Verein, die Mannschaft und die Fans. "Wir, als große FCH Familie, haben jetzt noch mindestens 24 Spiele lang die Möglichkeit, Frank gemeinsam den größtmöglichen Abschied zu bereiten, den er sich als Trainer und Mensch in unserem Verein verdient hat", betont Sanwald zum Abschluss des Statements.  

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