Karlsruher SC gewinnt Rechtsstreit gegen Ticket-Plattform Viagogo

Viagogo hat einen Rechtsstreit gegen den KSC verloren
Viagogo hat einen Rechtsstreit gegen den KSC verlorenNEIL HALL / EPA / Profimedia

Der Karlsruher SC hat im Rechtsstreit mit der Ticketplattform Viagogo einen wichtigen juristischen Erfolg erzielt. Das Landgericht Mannheim untersagte am Mittwoch den nicht autorisierten Weiterverkauf von Eintrittskarten für Spiele des Fußball-Zweitligisten über die Plattform. Zudem verpflichtete das Gericht Viagogo, künftig klar und deutlich darauf hinzuweisen, dass dort erworbene Tickets keinen Zutritt zum Stadion garantieren.

Das Gericht folgte der Argumentation des KSC in allen Punkten. Hintergrund des Verfahrens war der wiederholte Verkauf von Eintrittskarten für Heimspiele des Klubs über Viagogo. Für Fans sei dies besonders problematisch, da die Tickets häufig zu überhöhten Preisen angeboten würden und zugleich das Risiko bestehe, am Stadion keinen Einlass zu erhalten.

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Auch St. Pauli und Union haben bereits gewonnen

Nach ähnlichen Urteilen zugunsten des FC St. Pauli und von Union Berlin bestätigte das Mannheimer Gericht nun ebenfalls im Falle des KSC eine Irreführung der Fans. Viagogo verschweige das Risiko des verweigerten Stadionzutritts.

"Dieses Urteil ist ein wichtiger Schritt, um unsere Fans vor unseriösen Ticket-Angeboten und überhöhten Preisen zu schützen. Wir werden auch künftig konsequent gegen nicht autorisierte Ticketverkäufe vorgehen und möchten an unsere Fans appellieren, Tickets ausschließlich über die offiziellen Stellen zu kaufen und weiterzuverkaufen", sagte Michael Becker, Sprecher der KSC-Geschäftsführung.