Nach dem klaren 3:0-Erfolg über Luxemburg zum Auftakt des Turniers wartete auf die Mannschaft von Teamchef Adam Swaczyna die erwartet schwierige Aufgabe gegen Griechenland. Im heißen d'Coque-Gymnase in Luxemburg unterlag Österreich nach 133 Minuten mit 1:3 (16:25, 25:23, 22:25, 18:25).
Der erste Satz verlief noch klar zugunsten der Griechen, die ihre internationale Klasse vor allem mit druckvollem Service und hoher Effizienz im Side-Out-Spiel unter Beweis stellten. Österreich fand jedoch eine starke Antwort.
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Im zweiten Durchgang stabilisierte sich die ÖVV-Auswahl deutlich, agierte aggressiver in Block und Verteidigung und belohnte sich mit dem 25:23-Satzgewinn. Damit zeigte Österreich einmal mehr, dass es auch gegen höher eingeschätzte Gegner konkurrenzfähig sein kann.
Buchegger und Glatz führen Österreich an
In den folgenden beiden Sätzen blieb die Begegnung lange offen. Österreich hielt phasenweise auf Augenhöhe mit, musste sich in den entscheidenden Momenten aber der individuellen Qualität der Griechen geschlagen geben. Topscorer auf österreichischer Seite waren Paul Buchegger mit 18 Punkten sowie Lukas Glatz mit 12 Zählern.
Den größten Unterschied machte letztlich das Service der Griechen. Immer wieder gelangen direkte Punkte oder Situationen, die Österreich unter Druck setzten. Besonders Angelos Markou überzeugte mit 22 Punkten als bester Scorer der Partie.
Positive Entwicklung trotz verpasstem EM-Ticket
Kapitän Max Thaller zog nach dem Spiel ein gemischtes Fazit. Einerseits überwog die Enttäuschung über eine weitere knappe Niederlage gegen ein Topteam, andererseits zeigte er sich stolz auf die Entwicklung der Mannschaft.
„Wir haben sie heute an ihre Grenzen gebracht. Es hat Spaß gemacht diesen Sommer, wir haben uns weiterentwickelt und das macht Lust auf mehr“, erklärte Thaller. Auch Teamchef Adam Swaczyna hob die Fortschritte hervor. Besonders die Reaktion nach dem verlorenen ersten Satz und die Leistung in Block und Verteidigung stimmten ihn positiv.
Wichtige Erfahrungen für die Zukunft
Mit Siegen gegen Kosovo und Luxemburg sowie starken Auftritten gegen Finnland, Estland und Griechenland beendet Österreich die European League ohne EM-Ticket, aber mit wertvollen Erkenntnissen.

Swaczyna sieht genau darin den Nutzen des Bewerbs: „Das Team hat gesehen, wie gute Mannschaften wie Finnland, Estland oder Griechenland agieren. Wir müssen weiter an unserem Service-Annahme-Spiel arbeiten, um künftig mit solchen Teams mithalten zu können.“
Insgesamt absolvierte Österreich in diesem Länderspielsommer zwölf Partien und gewann sieben davon. Auch wenn die Qualifikation für die Europameisterschaft diesmal noch außer Reichweite blieb, hinterließ die junge Mannschaft den Eindruck, auf dem richtigen Weg zu sein.
