Emma Aicher patzt im Kugel-Kampf: Statt Gejagte jetzt Jägerin

Überraschender Rückschlag für Aicher
Überraschender Rückschlag für Aicher ANDREAS SOLARO / AFP

Emma Aicher knallte verärgert ihren Stock gegen die Werbebande: Im Kampf um die Kristallkugeln im Weltcup hat die zweifache Olympia-Zweite einen unerwarteten Dämpfer erlitten. Bei der zweiten Abfahrt im italienischen Val di Fassa kam sie diesmal nur auf den zwölften Rang und verlor damit wertvolle Punkte mit Blick auf den Sieg in der Disziplinwertung.

Aicher ärgert sich über "dummen Fehler"

In das letzte Rennen in der alpinen Königsdisziplin am 21. März beim Weltcup-Finale im norwegischen Kvitfjell geht Emma Aicher mit einem Rückstand von 28 Punkten auf Laura Pirovano aus Italien, die auch die zweite Abfahrt gewann. Alle anderen Läuferinnen haben nur noch eine theoretische Chance auf die kleine Kristallkugel.

"Es ist nicht zu Ende, bis alle Rennen gefahren sind", sagte die leicht genervte Aicher im ZDF. Sie beklagte einen "dummen Fehler", der ihr bei strahlend blauem Himmel eine bessere Platzierung gekostet hatte.

DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier sagte, man könne "die Kugel nicht erzwingen", betonte aber: Dass Aicher nicht mehr Gejagte sondern Jägerin sei, "das hat viele, viele Vorteile, weil das setzt natürlich auch die andere unter Druck, und das ist ja auch keine Seriensiegerin".

Pirovano hatte am Freitag zunächst mit 0,01 Sekunden vor Aicher gewonnen. Am Samstag feierte sie ihren nächsten Sieg - erneut mit 0,01 Sekunden Vorsprung, diesmal vor Cornelia Hütter aus Österreich. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Breezy Johnson (USA) wurde Dritte (+0,64 Sekunden).

Mit ihrem nächsten Sieg macht Pirovano Aicher das Leben schwer
Mit ihrem nächsten Sieg macht Pirovano Aicher das Leben schwerANDREAS SOLARO / AFP