Nach enttäuschender Eishockey-WM: Ex-Kapitän Müller fordert "alle an einen Tisch"

Moritz Müller hat sich Gedanken zur Zukunft der deutschen Eishockey-Herren gemacht.
Moritz Müller hat sich Gedanken zur Zukunft der deutschen Eishockey-Herren gemacht.ČTK / imago sportfotodienst / Revierfoto

Der langjährige Kapitän Moritz Müller hat nach der enttäuschenden WM der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft eine gemeinsame Aufarbeitung gefordert. "Die Zeit ist reif, dass sich alle Akteure mal an einen Tisch setzen", sagte der doppelte Silbermedaillengewinner von Olympia 2018 und der WM 2023 im MagentaTV-Podcast "Die Eishockey-Show", "der Verband, DEL, DEL2, sogar die Oberligen, über den Verband auch die Nachwuchsligen und die Spieler."

Man müsse sich jetzt fragen, wo das deutsche Eishockey stehe, "wollen wir jedes Jahr ins Viertelfinale oder sind wir mit den Strukturen eine Mannschaft, die gerade so ums Viertelfinale kämpfen kann". Die Entwicklung sei grundsätzlich positiv, sagte Müller, der aus "familiären" Gründen auf die WM-Teilnahme verzichtet hatte und als Magenta-Experte das Turnier begleitet, "wir bauen ja gerade was auf in Deutschland, das Produkt wird immer besser. Aber was wird getan für die Nationalmannschaft, damit es besser läuft?" Aktuell mache "jeder sein Ding".

Zum Match-Center: Deutschland vs. Großbritannien

Die deutsche Mannschaft musste nach dem abschließenden 6:3 gegen Großbritannien auf Schützenhilfe hoffen, um noch das Viertelfinale zu erreichen. Nur eine Niederlage Lettlands am Dienstag (12.20 Uhr) gegen Ungarn nach regulärer Spielzeit würde ihr das Weiterkommen sichern. Nach dem Vorrunden-Aus vor einem Jahr in Dänemark und der Olympia-Enttäuschung in Mailand mit allen NHL-Stars um Leon Draisaitl ist es das dritte unbefriedigende Turnier in Folge.