Olympisches Traumfinale perfekt: USA fordern Kanada im Eishockey-Endspiel

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Kanada feiert Nathan MacKinnon.
Kanada feiert Nathan MacKinnon.REUTERS/Mike Segar

Das Traumfinale ist perfekt: Die Erzrivalen Kanada und USA spielen beim Eishockey-Turnier der Olympischen Winterspiele in Mailand um die prestigeträchtige Goldmedaille. Rekordchampion Kanada um Superstar Connor McDavid und den verletzten Kapitän Sidney Crosby gewann im Halbfinale nach einem späten Comeback mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen Peking-Olympiasieger Finnland, die US-Amerikaner folgten mit einem 6:2 (2:0, 3:0, 1:1) gegen Deutschland-Schreck Slowakei.

Finnlands Top-Star Mikko Rantanen (17.) nutzte ein Powerplay zur Führung, Erik Haula (24.) erhöhte in Unterzahl. Sam Reinhart (35.), Shea Theodore (51.) und Nathan MacKinnon (60.) drehten das Spiel für Gold-Favorit Kanada, der letztlich hochverdient gewann.

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Die Kanadier kämpfen bei den Männern um ihre 15. Goldmedaille im Eishockey und die erste seit Sotschi 2014. Die USA warten seit 1980, als sie beim "Miracle on Ice" sensationell die Sowjetunion besiegt hatten, auf den Olympiatitel. Letztmals im Finale standen sie 2010 in Vancouver. Damals schoss Crosby Kanadas Siegtreffer in der Overtime. Für den ersten Punktsieg in Mailand hatten am Donnerstag die US-Frauen beim Finalsieg über Kanada (2:1 n.V.) gesorgt.

Statistiken: Kanada vs. Finnland
Statistiken: Kanada vs. FinnlandFlashscore

Die USA ließen dagegen keine Zweifel aufkommen. Dylan Larkin (5.) und Tage Thompson (20.) legten früh den Grundstein für den Finaleinzug, Jack Hughes (33./39.), Jack Eichel (33.) und Brady Tkachuk (51.) schossen den Kantersieg heraus.

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Juraj Slafkovsky (45.) und Pavol Regenda (54.) trafen für die Slowakei. Der Peking-Dritte, der die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) um Top-Stürmer Leon Draisaitl am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet hatten, spielt am Samstag (20.40 Uhr) gegen Finnland erneut um Bronze.

Statistiken: USA vs. Slowakei
Statistiken: USA vs. SlowakeiFlashscore

Auch ohne Crosby siegreich

Eine schlechte Nachricht mussten die Kanadier vor dem Warmmachen verkraften: Crosby, Olympiasieger von 2010 und 2014, war nach seiner Verletzung im Viertelfinale gegen Tschechien (4:3 n.V.) nicht rechtzeitig fit geworden. Ein Einsatz im Finale ist unklar. Doch auch ohne den 38-Jährigen fehlte es Kanada nicht an Starpower.

Gegen die ebenfalls hochklassig besetzten Finnen kamen beide Teams in einem körperbetonten Duell zu guten Torchancen. Im zweiten Powerplay des Spiels brauchte Finnland nur drei Sekunden, um die Überzahl in die Führung zu verwandeln. Auch das zweite Tor fiel im Powerplay - allerdings in Unterzahl. Mit einem Mann mehr auf dem Eis ließ sich Kanada übertölpeln, Haula lief allein auf Goalie Jordan Binnington zu und gab sich keine Blöße.

Kanada wehrte sich gegen die drohende Niederlage und war zunächst im Pech, als Top-Talent Macklin Celebrini (31.) den Pfosten traf. Kurz darauf sorgte Reinhart im eigenen Powerplay für Jubel beim überwiegend kanadischen Publikum. Das Tempo blieb hoch, Kanada erspielte sich ein großes Übergewicht und kam zu einigen gefährlichen Abschlüssen. Finnlands Goalie Juuse Saros rückte immer stärker in den Fokus - und war letztlich noch zwei Mal geschlagen.