NHL Weekly: Dobeš wird zum Helden – Rekord-Marathon für die Kings

Jakub Dobeš hatte eine tolle Woche in der NHL.
Jakub Dobeš hatte eine tolle Woche in der NHL.EZRA SHAW / Getty Images via AFP / Profimedia

Die NHL lieferte auch in dieser Woche wieder reichlich Gesprächsstoff. Wer dominierte die Scorerliste, welcher Goalie hielt seinen Kasten sauber und welcher tschechische Profi stach besonders hervor? In unserer regelmäßigen NHL-Kolumne blicken wir auf die Highlights und die Aufreger aus den sozialen Netzwerken.

Top-Scorer der Woche

Jack Hughes war in den vergangenen sieben Tagen das Maß aller Dinge. Als einziger Spieler der Liga sammelte er beeindruckende neun Punkte (4 Tore, 5 Assists). Besonders glänzte New Jerseys Superstar bei seinem Fünf-Punkte-Spektakel gegen Washington, wo er fast im Alleingang für die Entscheidung sorgte.

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Dicht auf den Fersen ist ihm eine Gruppe von sechs Spielern mit jeweils acht Punkten, darunter Altmeister Sidney Crosby (1+7). Auch Rickard Rakell wusste mit einer starken Ausbeute von sieben Treffern in nur fünf Partien zu überzeugen.

 

Torhüter der Woche

Nur drei Goalies konnten in der letzten Woche drei Siege einfahren – doch keiner war so statistisch dominant wie der Tscheche Jakub Dobeš. Der gebürtige Ostrauer hexte Montreal fast im Alleingang Richtung Playoffs. Bei 110 Schüssen, die auf sein Tor einschlugen, ließ er lediglich fünf Treffer zu, was einer überragenden Fangquote von 95,5 % entspricht.

Dobeš knüpfte damit nahtlos an seine starke Form an: In den letzten sieben Partien fiel seine Quote nie unter 92 %. Seine Landsmänner Karel Vejmelka und Daniel Vladař durften zwar ebenfalls über zwei Siege jubeln, blieben jedoch bei der Fangquote unter der 90-Prozent-Marke.

Highlight der Woche

Paukenschlag in Florida: Der amtierende Champion wird die Playoffs verpassen. Nach zwei Stanley-Cup-Siegen und drei Finalteilnahmen in Folge endeten die Träume der Panthers bereits Anfang April. Florida ist damit erst das dritte Team der NHL-Historie (nach Detroit 1938 und Montreal 1970), das nach einer Double-Title-Saison die Endrunde verpasst.

Obwohl Trainer Paul Maurice auf einen fast identischen Kader setzen konnte, brach dem Team das enorme Verletzungspech das Genick. Kapitän Aleksander Barkov fehlte fast die gesamte Zeit, Matthew Tkachuk kam nur auf 30 Einsätze, und auch Stützen wie Seth Jones oder Brad Marchand fielen lange aus. Ohne die nötige Tiefe verlor der "Sunshine State" in dieser Saison seinen Glanz.

Statistiken der Woche

Sidney Crosby schreibt weiterhin Geschichte. In seiner 21. Spielzeit wird er erneut einen Schnitt von über einem Punkt pro Spiel erreichen – ein neuer Bestwert. Aktuell steht der Pittsburgh-Kapitän bei 72 Punkten in 58 Spielen. Zudem überholte er Steve Yzerman in der ewigen Bestenliste und belegt nun mit 1.759 Punkten Rang sieben. Die Legenden Marcel Dionne (1.771) und Ron Francis (1.798) liegen bereits in Schlagdistanz.

Eine Generation weiter feierte Macklin Celebrini seinen Durchbruch. Mit zwei Toren und einem Assist gegen St. Louis knackte der 19-Jährige als erst sechster Teenager der Geschichte die magische 100-Punkte-Marke in einer Saison (aktuell 106 Punkte). Damit reiht er sich in einen elitären Kreis neben Größen wie Wayne Gretzky und Mario Lemieux ein.

Aus den sozialen Medien

Die Los Angeles Kings haben einen neuen Marathon-Rekord aufgestellt: 31 Spiele einer einzigen Saison gingen für die Kalifornier bereits in die Overtime. Im engen Kampf um den letzten Playoff-Platz im Westen liefern sie sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nashville und San Jose. Spannung bis zum letzten Spieltag ist hier garantiert.

Foto der Woche

Endlich geschafft: Die Buffalo Sabres stehen zum ersten Mal seit der Saison 2010/11 wieder in den Playoffs. Der Club feierte das Ende der langjährigen Durststrecke auf Social Media mit einer kreativen Fotomontage. Mit bereits 100 gesammelten Punkten könnten die Sabres sogar noch als bestes Team der Eastern Conference in die Postseason starten – ein historischer Erfolg für die Franchise.