Draisaitl brachte sein Team zunächst mit seinem 35. Saisontor in Führung, bevor er kurz vor Ende des ersten Drittels nach einem Check von Ozzy Wiesblatt zu Boden ging. Zwar kehrte der 30-Jährige vor der Pause noch für einige Wechsel zurück, blieb dem Eis im zweiten und dritten Spielabschnitt jedoch fern.
"Er gehört zu den vier besten Scorern und ist ein absoluter Elite-Spieler der Liga. So jemanden kann man nicht einfach eins-zu-eins ersetzen", betonte Teamkollege Ryan Nugent-Hopkins.
Draisaitl-Verletzung zur Unzeit
Mit aktuell 97 Punkten belegt Draisaitl den vierten Rang der NHL-Scorerliste (35 Tore, 62 Assists). Damit unterstreicht er einmal mehr seine Ausnahmestellung: Seit 2018 landete der Deutsche in jeder Spielzeit unter den Top 10 der Liga. In sechs der letzten sieben Jahre knackte er die magische 100-Punkte-Marke – lediglich die verkürzte COVID-Saison bildete hier eine Ausnahme. Sollte er nun tatsächlich vorzeitig ausfallen, wäre es das erste Mal seit 2017/18, dass er eine Saison mit mehr als 60 Einsätzen unterhalb dieser Marke beendet.
Auch eine weitere Bestmarke ist in Gefahr: Nur fünf Treffer fehlten ihm noch, um zum fünften Mal in Folge die 40-Tore-Marke zu erreichen. Ein schwacher Trost bleibt: Mit seinen 62 Vorlagen hat er bereits zum achten Mal in Serie mindestens 50 Assists gesammelt.
Für die Edmonton Oilers kommt die Verletzung zur Unzeit. Das Team rangiert mit einer Bilanz von 33-26-9 aktuell auf Platz drei der Pacific Division. Bei noch 14 ausstehenden Partien geht es für die Oilers, die zuletzt zweimal in Folge erst im Stanley-Cup-Finale an den Florida Panthers scheiterten, nun darum, den Playoff-Platz ohne ihren zweitwichtigsten Motor abzusichern.
