Edmonton Oilers 5:3 San Jose Sharks
Hiobsbotschaft für Edmonton: Die Oilers mussten verkünden, dass Leon Draisaitl für den Rest der regulären Saison mit einer Unterkörperverletzung ausfällt. Doch das Team zeigte eine Trotzreaktion: Gleich 13 Spieler trugen sich beim 5:3-Sieg gegen die San Jose Sharks in die Scorerliste ein. Besonders Zach Hyman glänzte einmal mehr und erzielte sein ligaweites 27. Tor seit Mitte Dezember. "Wir hatten ein tolles drittes Drittel und haben das Spiel nach Hause gebracht", so Hyman.
Verfolge die NHL LIVE auf DAZN
Die Sharks machten es den Oilers phasenweise schwer und glichen im zweiten Drittel einen Zwei-Tore-Rückstand aus, doch im Schlussabschnitt fehlte die nötige Konsequenz vor dem eigenen Netz. Ein kleiner Wermutstropfen für die Gäste: Die beeindruckende Punkteserie von Toptalent Macklin Celebrini endete nach neun Spielen. Edmonton bewies derweil, dass sie auch ohne ihren deutschen Co-Star Draisaitl genug Tiefe im Kader haben, um Siege einzufahren.
Trainer Kris Knoblauch zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft in Abwesenheit des Starspielers. "Wir brauchen Jungs, die Verantwortung übernehmen. Niemand wird Leon ersetzen. Das wird nicht passieren. Jeder muss ein bisschen besser spielen. Heute hat unsere vierte Reihe den Unterschied gemacht", sagte der Coach.
Die Blessur hatte sich der Deutsche am Sonntag im Spiel gegen die Nashville Predators (3:1) bei einem harten Hit gegen die Bande zugezogen. Auf die Nachfrage hin, ob Draisaitl für die Playoffs fit sein werde, sagte Knoblauch: "Derzeit geht unser Zeitrahmen bis zum Saisonende. Sobald die Playoffs starten, werden wir es neu bewerten. So ist die Lage der Dinge." Nach dem zweiten Sieg in Serie liegen die Oilers derzeit auf einem Playoff-Rang. Der letzte Hauptrunden-Spieltag ist für den 16. April angesetzt.
Montreal Canadiens 3:2 (OT) Boston Bruins
Historische Momente im Bell Centre: Cole Caufield erlöste die Fans in Montreal mit seinem Treffer zum 3:2-Endstand in der Verlängerung – und das nur 22 Sekunden vor der Schlusssirene. Es war sein 40. Saisontor. Damit ist Caufield der erste Spieler der Canadiens seit Vincent Damphousse in der Saison 1993/94, der diese magische Marke erreicht. "Es ist etwas ganz Besonderes", gab sich der 25-Jährige bescheiden, "aber es zeigt vor allem, in welche Richtung sich dieses Team entwickelt."
Die Bruins unter dem deutschen Trainer Marco Sturm hingegen mussten trotz einer starken Leistung von Pavel Zacha, der beide Tore für Boston erzielte, die zweite Overtime-Niederlage in Folge einstecken. Zwar freute sich Torhüter Jeremy Swayman über den gewonnenen Punkt, doch am Ende war es das Zusammenspiel von Nick Suzuki und Caufield, das den Unterschied machte. Suzuki selbst knackte mit seinem Assist ebenfalls eine Marke: Er ist der erste Habs-Spieler seit den 90ern, der in zwei aufeinanderfolgenden Saisons 80 Punkte erzielte.
Toronto Maple Leafs 1:3 New York Islanders
Die New York Islanders haben in der Scotiabank Arena einen kühlen Kopf bewahrt und die Maple Leafs mit 3:1 in die Schranken gewiesen. Besonders süß schmeckte der Sieg für die beiden Lokalmatadoren Matthew Schaefer und Calum Ritchie, die in der Nähe von Toronto aufgewachsen sind und vor zahlreichen Freunden und Familienmitgliedern glänzten. Ritchie steuerte ein Tor und eine Vorlage bei, während Brayden Schenn sein erstes Tor im Dress der Islanders bejubelte.
Toronto-Coach Craig Berube war sichtlich bedient von der Offensivausbeute seiner Mannschaft. Trotz vieler Puckgewinne schafften es die Leafs nicht, genug Chaos vor dem Tor von Ilya Sorokin zu stiften. "Wenn der Torwart den Puck sieht, hält er ihn meistens", so Berube trocken. Die Islanders hingegen festigten mit diesem Erfolg ihren zweiten Platz in der Metropolitan Division und bleiben im engen Playoff-Rennen voll auf Kurs.
Chicago Blackhawks 3:4 (OT) Minnesota Wild
Die Chicago Blackhawks scheinen gegen die Minnesota Wild einfach kein Mittel zu finden. Trotz einer späten Aufholjagd und dem Ausgleich durch Toptalent Frank Nazar kurz vor Ende der regulären Spielzeit, sicherte Mats Zuccarello den Wild in der Verlängerung den 4:3-Sieg. Für Minnesota ist es das 19. Spiel in Folge gegen Chicago (18-0-1), in dem sie punkten konnten – die längste aktive Serie dieser Art in der NHL.
Ein emotionales Highlight war die Rückkehr von Nick Foligno nach Chicago. Der ehemalige Kapitän der Blackhawks, der erst kürzlich nach Minnesota getradet wurde, wurde mit einem Video-Tribute geehrt. Sportlich gesehen war es vor allem das Duo Brock Faber (drei Assists) und Marcus Johansson (ein Tor, zwei Assists), das Chicago immer wieder vor Probleme stellte. Trotz der Niederlage lobte Chicagos Coach Jeff Blashill die Moral seiner Jungs in der zweiten Spielhälfte.
Winnipeg Jets 3:4 (PEN) Nashville Predators
In Winnipeg entwickelte sich ein echter Krimi, den die Nashville Predators erst im Shootout für sich entscheiden konnten. Matchwinner war Torhüter Juuse Saros, der nicht nur 36 Paraden während der Partie zeigte, sondern im Penaltyschießen die Schotten komplett dichtmachte. Den entscheidenden Treffer im Shootout erzielte Ryan O’Reilly, der damit in der ewigen Bestenliste der Shootout-Spezialisten mit Legenden wie Alex Ovechkin gleichzog.
Die Jets liefen verzweifelt an und drückten massiv auf das Tor der Gäste, scheiterten aber immer wieder am überragenden Saros oder am eigenen Schussglück – Pfosten- und Lattentreffer inklusive. Zwar rettete Jonathan Toews sein Team 61 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit noch in die Verlängerung, doch am Ende nahmen die Predators die zwei Punkte mit auf die Heimreise nach Tennessee.
Columbus Blue Jackets 5:1 Carolina Hurricanes
Die Columbus Blue Jackets reiten momentan auf einer Welle der Euphorie. Gegen den Spitzenreiter der Eastern Conference, die Carolina Hurricanes, feierte das Team aus Ohio einen beeindruckenden 5:1-Sieg und baute seine Punkteserie auf zehn Spiele aus. Mann des Abends war Charlie Coyle, der mit einem Tor und drei Assists sein NHL-Karrierehoch egalisierte. Coyle betonte nach dem Spiel, dass dieser Sieg ein echter Gradmesser war: "Wir sind ein verdammt gutes Team, das oft übersehen wird."
Während die Blue Jackets in den letzten 23 Spielen eine furchteinflößende Bilanz von 17-2-4 vorweisen können, war es für Carolina ein Abend zum Vergessen. Trainer Rod Brind’Amour fand deutliche Worte für die Leistung seiner Truppe: "Das war kein gutes Spiel von uns. Ab in den Müll damit und morgen besser machen." Columbus schnuppert derweil immer intensiver an den Wild-Card-Plätzen und liegt nur noch einen Punkt hinter Detroit und Boston.
Seattle Kraken 2:6 Tampa Bay Lightning
Die Nikita Kucherov-Show gastierte in Seattle und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Mit einem Hattrick und zwei Assists – also insgesamt fünf Punkten – zerlegte der Russe die Kraken fast im Alleingang. Die Lightning beendeten damit ihre Durststrecke von sieben Niederlagen aus den letzten neun Spielen eindrucksvoll. "Kuch" führt die Liga weiterhin an und scheint rechtzeitig für die heiße Phase der Saison wieder in absoluter MVP-Form zu sein.
Für Seattle um Nationaltorhüter Philipp Grubauer (19 Paraden) war es ein gebrauchter Abend, an dem vor allem individuelle Fehler im Spielaufbau eiskalt bestraft wurden. Zwar konnten Bobby McMann und Jared McCann im zweiten Drittel kurzzeitig Hoffnung keimen lassen, als sie den Rückstand auf 2:3 verkürzten, doch im letzten Spielabschnitt schaltete Tampa Bay wieder einen Gang höher. Mit drei Toren im Schlussdrittel machten die "Bolts" alles klar und schickten die Kraken-Fans enttäuscht nach Hause.
Vancouver Canucks 5:2 Florida Panthers
Endlich! Elias Pettersson hat seine Durststrecke von 20 Spielen ohne Tor beendet und das gleich im Doppelpack. Beim 5:2-Sieg über die Florida Panthers erzielte er nicht nur zwei Powerplay-Tore, sondern markierte auch seinen 200. NHL-Treffer. Unterstützt wurde er von Marco Rossi, der ein Tor und zwei Assists beisteuerte, und Torhüter Kevin Lankinen, der seinen ersten Sieg seit Januar feierte.
Die Panthers, bei denen Sergei Bobrovsky sein 800. NHL-Spiel bestritt, wirkten defensiv ungewohnt anfällig und leisteten sich zu viele Puckverluste in der eigenen Zone. Zwar brachten Matthew Tkachuk und Sam Bennett Florida immer wieder heran, doch die Canucks hatten auf jede Antwort der Gäste die passende Gegenreaktion parat. Für Vancouver ist dieser Sieg ein wichtiger Balsam für die Seele nach einer zuletzt eher schwierigen Phase.
Vegas Golden Knights 0:2 Buffalo Sabres
In Las Vegas war Endstation bei Ukko-Pekka Luukkonen. Der finnische Schlussmann der Buffalo Sabres entschärfte alle 27 Schüsse der Golden Knights und feierte seinen ersten Saison-Shutout beim 2:0-Sieg. Buffalo ist damit das derzeit heißeste Team der Liga: Seit der Olympiapause steht eine Bilanz von 10-1-0 zu Buche. Mit diesem Sieg zogen die Sabres an der Tabellenspitze des Ostens mit den Carolina Hurricanes gleich.
Die Golden Knights rannten zwar unermüdlich an, doch Luukkonen wirkte wie eine Mauer. Ein kurioser Treffer von Josh Doan, der den Puck von hinter dem Tor gegen den Schoner von Adin Hill und ins Netz bankte, brachte Buffalo auf die Siegerstraße. Josh Norris machte mit einem Empty-Netter alles klar. Während Buffalo vom ersten Platz im Osten grüßt, rutschte Vegas in der Pacific Division auf den dritten Rang ab.
