Zum großen Helden der Finalserie avancierte Kapitän Jordan Staal, der im Alter von 37 Jahren als ältester Akteur aller Zeiten mit der prestigeträchtigen Conn Smythe Trophy als wertvollster Akteur der Postseason ausgezeichnet wurde, nachdem er in den sechs Finalbegegnungen stolze sechs Treffer beigesteuert hatte.
Zum Match-Center: Vegas Golden Knights vs. Carolina Hurricanes
Unmittelbar nach ihm durfte Torhüter Frederik Andersen den Pokal in Empfang nehmen. Andersen bildet zusammen mit seinem Teamkollegen Nikolaj Ehlers, welcher in der Schlussphase der Partie mit dem Treffer zum 3:0 alles klar machte, das neue dänische Erfolgsduo der Liga. Beide sind nach Lars Eller im Jahr 2018 erst die dänischen Profis Nummer zwei und drei, die den Cup in die Höhe stemmen durften.
Brind'Amour schreibt Geschichte
Den Grundstein für das gestrige Zu-Null-Spiel legte jedoch ein anderer: Rookie-Schlussmann Brandon Bussi parierte sensationelle 22 Schüsse und reihte sich als erst vierter Neuling der NHL-Geschichte mit einem Final-Shutout neben Legenden wie Patrick Roy ein – eine Parallele zu 2006, als damals Cam Ward ebenfalls als Rookie das Tor der Hurricanes zum Titel hütete.
Nach den ersten drei Duellen der Finalserie hatten die Canes noch 1:2 zurückgelegen, entschieden dann aber die folgenden drei für sich. Chefcoach Rob Brind'Amour war beim ersten Stanley-Cup-Triumph noch der Kapitän der Mannschaft gewesen.
Die Weichen für den entscheidenden Sieg wurden bereits in einem intensiv geführten Auftaktdrittel gestellt, das von insgesamt 18 Torschüssen und drei Powerplays geprägt war. In der elften Spielminute brachte Taylor Hall die Gäste mit seinem siebten Playoff-Treffer nach brillanter Vorarbeit von Jaccob Slavin und Jackson Blake mit 1:0 in Führung.
Obwohl die Golden Knights kurz darauf durch eine Strafe gegen Blake in Überzahl agieren durften, schwächte sich Vegas durch eine harte Strafe wegen Spielverzögerung gegen Tomas Hertl nach nur 31 Sekunden selbst, sodass die numerische Überlegenheit ungenutzt verstrich.
Hurricanes in entscheidender Phase souverän
Das zweite Drittel entwickelte sich anschließend zu einer Demonstration der Stärke seitens der Hurricanes, die das Spielgeschehen in allen Belangen kontrollierten. Jackson Blake krönte seine ohnehin herausragende Leistung, indem er nach Zuspiel von Logan Stankoven selbst zum 2:0 einnetzte.
Während Vegas im ersten Abschnitt mit 11:8 Torschüssen noch optische Vorteile verbuchen konnte, brach die Offensive der Golden Knights im Mitteldrittel völlig zusammen und verbuchte lediglich drei Abschlüsse – in den letzten 15 Minuten und 43 Sekunden des Drittels gaben sie keinen einzigen Schuss mehr ab.
Ein Lattentreffer von Jack Eichel im finalen Powerplay der Gastgeber blieb die einzige nennenswerte Großchance zur Wende. Am Ende verteidigten die Hurricanes die Führung souverän, schraubten ihre makellose Statistik bei einer 3:2-Serienführung auf 11:1 Siege hoch und feierten ausgelassen den zweiten Stanley-Cup-Titel ihrer Historie.
