Vancouver Canucks 0:2 Ottawa Senators
Olympia-Teilnehmer Stützle bereitete in der nordamerikanischen Profiliga mit seinem bereits 38. Assist der Saison den Treffer durch US-Goldmedaillengewinner Brady Tkachuk zum Endstand (59.) vor. Zuletzt war der frühere Mannheimer am 22. Januar ohne Scorerpunkt geblieben, seither gelangen ihm 17 (acht Tore, neun Assists).
Die Senators hatten Anfang Februar gegen die Carolina Hurricanes nach 60 Minuten verloren (3:4), seitdem ist das Team nicht mehr leer ausgegangen. In den vergangenen zwölf Spielen gab es neun Siege, im Osten fehlen derzeit drei Punkte zum Wildcard-Platz für die Playoffs.
Chicago Blackhawks 3:2 (OT) Utah Mammoth
John-Jason Peterka festigte mit Utah Mammoth den Wildcard-Platz im Westen. Zwar gab es ein 2:3 nach Verlängerung bei den Chicago Blackhawks, doch dadurch zumindest einen Punkt.
Es war ein Abend der großen Emotionen im United Center. Die Blackhawks spielten zu Ehren der verstorbenen Klub-Legende Troy Murray und fanden im Rookie Frank Nazar den passenden Helden. Nazar erzielte in der Verlängerung bei 2:36 Minuten den entscheidenden Powerplay-Treffer zum 3:2. "Er hat von oben zugeschaut", sagte ein sichtlich bewegter Nazar nach dem Spiel. Für Chicago war es der dritte Sieg im dritten Spiel gegen Utah in dieser Saison – eine weiße Weste, die man gerne behält.
Abseits der Emotionen war es einmal mehr die Show des Connor Bedard. Das Ausnahmetalent verbuchte zwei Assists und schraubte sein Konto auf 116 NHL-Vorlagen hoch. Damit überholte er Eddie Olczyk für die meisten Assists eines Blackhawks-Spielers im Alter von 20 Jahren oder jünger.
Utah liegt nun sechs Zähler vor den Seattle Kraken um Goalie Philipp Grubauer und sieben vor den San Jose Sharks, die außerhalb der Playoff-Plätze stehen.
Columbus Blue Jackets 4:5 (OT) Los Angeles Kings
In Columbus brauchte es Überstunden, um einen Sieger zu finden, und dieser hieß am Ende Adrian Kempe. Der Stürmer der Kings hämmerte den Puck in der Verlängerung bei 2:34 Minuten per Schlagschuss ins Netz und sicherte Los Angeles damit den knappen 5:4-Sieg. Für Kempe war es das 11. Overtime-Tor seiner Karriere, womit er den Franchise-Rekord von Jeff Carter egalisierte. Das Spiel war ursprünglich für Januar angesetzt, musste aber wegen eines heftigen Schneesturms verschoben werden – die Revanche gegen das Wetter ist den Kings definitiv gelungen.
Die Blue Jackets bewiesen jedoch Moral und retteten sich erst 1:56 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit durch Kirill Marchenko in die Verlängerung. Trotz der Niederlage baute Columbus seine Punkteserie auf sechs Spiele aus und zeigt unter Coach Rick Bowness (13-2-3 Bilanz) ein völlig neues Gesicht. Brian Dumoulin glänzte für die Kings mit drei Punkten (1 Tor, 2 Assists), während Neuzugang Scott Laughton bereits in seinem zweiten Spiel für L.A. traf.
Philadelphia Flyers 2:6 New York Rangers
Die New York Rangers haben ihren Auswärtsfluch eindrucksvoll besiegt: Nach sechs Niederlagen in der Fremde gab es in Philadelphia ein deutliches 6:2-Schützenfest. Angeführt von einem überragenden Mika Zibanejad, der zwei Tore und einen Assist beisteuerte, ließen die Rangers den Flyers kaum eine Chance. Besonders effizient zeigte sich das Powerplay der Gäste: Drei von vier Überzahlsituationen wurden eiskalt in Tore umgemünzt. Zibanejad steht nun bei 799 Karriere-Punkten und kratzt damit ganz fest an der magischen 800er-Marke.
Für die Flyers war es ein gebrauchter Abend, an dem vor allem die Defensive im Slot sträflich vernachlässigt wurde. Trotz der Tore von Matvei Michkov und Sean Couturier war der Rückstand zur zweiten Pause mit 1:6 bereits uneinholbar. Rangers-Rookie Gabe Perreault (20) unterstrich seine aufsteigende Form mit einem Tor und einer Vorlage. Coach Mike Sullivan lobte nach dem Spiel vor allem die "proaktive Einstellung" seiner Mannschaft, die von der ersten Minute an das Tempo diktierte.
Washington Capitals 7:3 Calgary Flames
Tore satt gab es in der Hauptstadt! Die Washington Capitals setzten sich in einem wilden Schlagabtausch mit 7:3 gegen die Calgary Flames durch. Dabei sah es zwischenzeitlich nach einem klassischen "Capitulation"-Szenario aus: Washington verspielte im zweiten Drittel eine komfortable 3:0-Führung innerhalb von weniger als drei Minuten. Calgary schaffte das Kunststück, zwei Unterzahltore (Shorthander) innerhalb von nur 76 Sekunden zu erzielen – die sechstschnellste Folge solcher Tore in der Franchise-Geschichte der Flames.
Doch die Capitals bewiesen Nehmerqualitäten. Connor McMichael wurde mit zwei Treffern zum Matchwinner, als er im Schlussabschnitt den Knoten platzten ließ und Washington wieder in Führung brachte. Justin Sourdif steuerte ebenfalls ein Tor und zwei Assists bei, um die drei Spiele andauernde Niederlagenserie der Caps zu beenden. Calgary hingegen schlittert tiefer in die Krise und hat nun fünf der letzten sechs Partien verloren, was die Hoffnungen auf die Playoffs weiter dämpfen dürfte.
