Leon Draisaitl wusste nicht so richtig, wohin mit all seinen Emotionen. "Es ist natürlich ein ganz besonderer Abend für mich gewesen", sagte der 30-Jährige stolz. Vor heimischem Publikum in Edmonton und den Augen seiner Familie wurde der 30-Jährige mit einer Zeremonie für seine 1000 Scorerpunkte in der NHL geehrt – ein Moment, der dem deutschen Eishockey-Star sichtbar nahe ging.
"Ich bin sehr stolz darauf", sagte Draisaitl, "und den vielen Leuten in meinem Leben, die mich immer unterstützt haben, sehr dankbar. Es ist großartig, dass meine Familie die Reise auf sich genommen hat, um dabei zu sein - inklusive meiner 82-jährigen Omi."
Geschenke vom Owner und den Teamkollegen
Oma Silya fieberte zusammen mit seiner Schwester Kim auf der Tribüne mit, Mama Sandra, Papa Peter und Ehefrau Celeste waren bei der Ehrung vor Spielbeginn mit auf dem Eis. "Mir kommt es vor, als wäre es gestern gewesen, als er seinen ersten Punkt und sein erstes Tor erzielt hat. Jetzt bist du zehn Jahre weiter und hast drei Nullen dran. Das ist ein echter Meilenstein, darauf kann er stolz sein", sagte Peter Draisaitl dem SID.
Von Oilers-CEO Jeff Jackson gab es einen goldenen Schläger, von seinen Teamkollegen bekam Leon Draisaitl eine personalisierte Luxusuhr geschenkt, von General Manager Stan Bowman eine Kristall-Erinnerungsmedaille. Die Oilers spendeten in seinem Namen 50.000 Dollar an zwei gemeinnützige Organisationen. Familienhund Bowie, den Draisaitl auf dem Arm knuddelte, trug ein 1000-Punkte-Lätzchen.
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Große Vorfreude auf die WM
Seinen 1000. Scorerpunkt in der Hauptrunde hatte der Kölner in seinem 824. Spiel am 16. Dezember beim 6:4-Auswärtserfolg gegen die Pittsburgh Penguins erzielt. Draisaitl ist der 103. Spieler im 1000er-Klub der NHL und der fünfte in der Franchise-Geschichte der Oilers. Zugleich ist Draisaitl der fünftschnellste Nicht-Nordamerikaner und erste Deutsche, der diese Marke erreicht hat.
Beflügelt vom Scheinwerferlicht brachte der Nationalspieler die Oilers anschließend zweimal in Führung (10./22.). Zum Sieg gegen die Los Angeles Kings reichte es dennoch nicht, weil Draisaitl und seine zwei Teamkollegen im Penaltyschießen scheiterten.
Das 3:4 nach Shootout war aber schnell wieder vergessen, immerhin wartet schon bald das nächste Highlight. "Ich freue mich wahnsinnig, wieder für Deutschland zu spielen", sagte Draisaitl dem SID mit Blick auf die Olympischen Winterspiele: "Wir haben die Mentalität, der Welt mal zu zeigen, wie gut wir wirklich Eishockey spielen können."
Zum Match-Center: Edmonton Oilers vs. LA Kings
