Immerhin tankte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem Showdown frisches Selbstvertrauen. Gegen Serbien sah es "schon deutlich besser aus", sagte Klopp mit Blick auf den 2:0-Erfolg am Donnerstag in München.
Das lag auch am neu strukturierten Kader. Insbesondere das Mittelfeld mit Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und Florian Wirtz zeigte eine fantastische Leistung.
"Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit den beiden zu zocken", sagte Pavlovic auf der Pressekonferenz am Samstag: "Ich glaube, man kann sehen, dass wir alle drei mit dem Ball etwas drauf haben.

Die Kimmich-Frage
Die starke Leistung des Trios wirft aber neue Fragen auf. In Deutschland wurden bereits die ersten Debatten geführt wurden, ob das DFB-Team künftig ohne Kapitän Joshua Kimmich besser dran wäre.
Eine Diskussion, die für den Bundestrainer "zu früh" kommt, zumal er sich über den internen Konkurrenzkampf freut: "Jetzt stellt euch vor, wir hätten in Deutschland genau drei Mittelfeldspieler – wie kacke wäre das denn? Man braucht unterschiedliche Strukturen. Man braucht Führungsspieler, man braucht laufstarke Spieler, man braucht kreative Spieler. Man braucht alles Mögliche."

Aufstellung fraglich
Auf welche Startelf Klopp in Griechenland setzen wird? In die Karten wollte er sich nicht blicken lassen. "Wir wollen eine Mannschaft auf den Platz bringen, die eine wirkliche Chance hat, das Spiel zu gewinnen", antwortete er auf eine entsprechende Nachfrage.
Im Kasten dürfte erneut Jonas Urbig stehen. Zudem darf der zuletzt geschonte Lennart Karl mit einem Einsatz rechnen – ob von Beginn weg oder als Einwechselspieler, bleibt vorerst unklar.
"Wenn man ganz ehrlich ist, hätten alle Spieler im Kader es verdient, zu spielen. Wir hatten eine extrem hohe Qualität im Training. Das Niveau war echt hoch", so Klopp, der auf dem Trainingsplatz "pure Freude verspürt".
Griechen gut in Schuss
Griechenland startete mit Siegen über Serbien (2:1) und Deutschland (1:0) in die UEFA Nations League, zuletzt spielte die Mannschaft um den Dortmunder Jungstar Konstantinos Karetsas gegen die Niederlande aber nur Unentschieden (2:2).

Gleichwohl hat Klopp großen Respekt vor dem kommenden Gegner. "Es könnte die goldene Generation des griechischen Fußballs sein In Augsburg war es schwierig für uns", sagte er mit Blick auf das verlorene Hinspiel.
Der 59-Jährige macht sich aber große Hoffnugen auf eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft: "Wenn wir gut spielen, dann wird uns Griechenland auch mal im tiefen Block verteidigen müssen."
Zugute kommen könnte der DFB-Auswahl, dass die Gastgeber am Sonntag auf ihren vielleicht wichtigsten Spieler verzichten müssen. Der Ex-Düsseldorfer Christos Tzolis – mittlerweile beim FC Arsenal unter Vertrag – zog sich im Spiel gegen die Niederländer eine Muskelverletzung zu.

Mit einem Einsatz rechnen darf unterdessen Konstantinos Tsimikas, der Klopp aus gemeinsamen Tagen beim FC Liverpool kennt. "Wenn ich meine früheren Spieler treffe, ist es so, als würde ich alte Freunde treffen", sagte der Bundestrainer über das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Schützling.
